Wie der Glanz in die Kinderaugen kommt

von Willi Grigor
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Du siehst den Stern, du siehst sein Licht,
wohin es zieht, das weiß man nicht.
Man weiß, es seinem Stern entflieht,
wie Wasser seiner Quell entfließt.
Das Licht rast durch den Weltenraum,
man sieht es nie, vielleicht im Traum.
Der Raum ist leer, du hast's gehört,
fast gar nichts seine Fluchtbahn stört.
Die Erde ist ein winzig Ziel,
dass Licht uns findet, bedeutet viel.
Durch Licht, mein Kind, nur leben wir,
käm Licht nicht, wären wir nicht hier.

Dein Aug, mein Kind, zeigt deutlich mir:
Das Licht, es war schon hier, bei dir.
Denn so ein kleiner Sternlichtstrahl
trifft jedes Säuglingskind einmal,
bringt so den kleinen Kinderlein
den Glanz in ihre Äugelein.

© Willi Grigor, 2016
Aus dem Leben

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Kommentare

09. Sep 2016

Ein so liebevoll gestalteter Text über das Licht, der sich an Kinder wendet, bringt ihnen das Wunder Leben, das sie selbst darstellen, näher. Klar erklärt und schön.
LG Monika