DER HIRSCHKÄFER IM KIRSCHGEÄST

von Volker C. Jacoby
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Der Käfer nennt sich nach dem Hirschen
und ist erpicht auf saftge Kirschen.
Mit kapitalem Hirschgeweih
zwackt Knack-Kirschen er keck entzwei.

Nicht wie ein Großhirsch paargehuft,
ist sechsbeinig er eingestuft,
kann über's Waldwild auch obsiegen
durch seine Fähigkeit, zu fliegen.

Kein Kernobsteigner aber hörte,
dass brünftig je Baum er röhrte,
sein Konterfei in Öl auch fänden
wir über Sofas nie an Wänden.

Doch schnippt er Käferhirschküh'n gerne
hintnach die kahlen Kirschenkerne,
entpuppt sich so - ein Vollblut-Chauvi! -
letztendlich doch als Macho-Profi.

Am Abend schaut der Hirschemann
angstfrei vor'm Jagdgepirsche dann
vom Obst aus mild ins Dämmerlicht -
gleich, obst es glaubest oder nicht.

vcj

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