Der bleiche Sichelmond

von Alf Glocker
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Die Mondsichel ist säbelgleich
am Horizont, so totenbleich –
grad wie ein Urteil ohne Hirn!
Sie scheint gefährlich als Gestirn!

Was für ein Zeichen soll sie sein?
Wir sehen einen schwachen Schein
als das Fanal der Grausamkeit.
Und dennoch leuchtet es so weit!

Darum kann auch ein kleines Licht
uns Angst einjagen und verwirren –
und zwar bevor die Nacht anbricht,
in der dann die Vampire schwirren.

Macht jetzt euer Blut ganz dünn –
der Sichelmond wird es verlangen!
Er hat das „Beste“ nur im Sinn!
(Wie schon die Alten sangen …)

Am Himmel steht er wie ein Held!
Doch bald wird er versinken –
dann atmet frei die ganze Welt,
wenn Mut und Fortschritt winken!

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Kommentare

27. Jun 2017

Den bleichen Sichelmond sehe ich nicht gern,
und wenn, dann bitte nur von fern.
Wenn der uns auf die Köpfe fällt,
vergeht doch schnell die öde Welt.
Drum lasst ihn ruhig am Bosporus blinken
um möglichst schnell dort zu versinken..
Und mit ihm können alle hier,
mit Döner ziehen in`s Quartier.
Das würde mir nicht sehr hier stinken,
um ihnen zum Abschied noch herzlich zu winken !

28. Jun 2017

als wie.....????? Diese Kombination gibts im Deutschen nicht.
Besser wäre "so wie" gewwesen. ;-)

29. Jun 2017

...das ist eine veraltete Redewendung, für als...
was später dann zum fälschlichen Gebrauch von..."das ist größer wie"... geführt hat! Weil es größer ALS ist.
Manchem kann man das heute gar nicht mehr klarmachen.

01. Jul 2017

Morbide wünscht' man manchem sie,
die Sichel(zellen)anämie ...

("als wie" ist schön! Wo steht/stand das? Etwa da, wo jetzt "grad wie" steht? Schade ...)

Zitat Karl Pestalozzi "Dichtung als verborgene Theologie im 18. Jahrhundert":
Lavaters religioses Drama "Abraham und Isaak" und Schillers Operette ... So laß mich dann nie anders dich umarmen Als wie - Saturnia — Dich umarmt! (V- 544ff-) das heißt als Juno den Jupiter, die Göttin den Gott, in unverhüllter Lichtgestalt.