Stelldichein

von Robert K. Staege
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All mein Sehnen und mein Schmachten,
es gilt dir, nur dir allein;
lass uns, Liebste, danach trachten,
zu entflieh‘n des Lichtes Schein!

Komm ins Dickicht, wo die Buche
dicht sich an die Buche schmiegt,
wo das Licht auf seiner Suche
wird vom Schattenfall besiegt!

Selbst der Sterne Silberfunkeln
dringet nicht bis dort hinein;
traulich sind beim Abenddunkeln
da wir beide ganz allein.

Dort im still verschwieg‘nen Haine
hört man seufzen nur den Fluss.
Manchmal hört man auch das deine,
wenn dich selig macht mein Kuss.

Geschrieben am 27. Juni 2019

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