Ungemach

von Soléa P.
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Provoziert von wilden Horden,
formiert sich Unheil in der Luft,
Heere ziehen sich zusammen,
mit Tri-Tra-Trullala ist nun Schluss!

Der lahme Tanz der trägen Massen –
Göttliche in Erklärungsnot,
schon viel zu lange machen sie Faxen,
vermeiden kein Fettnäpfchen, Leid und Tod.

Dicke Luft hängt über den Köpfen –
von allen Seiten her droht Groll,
die Devise lautete „Schröpfen“ –
jedes Fass ist einmal voll …!

Und dann entlädt sich Ungemach,
Schleusen halten nicht mehr stand,
die Weisen haben es vorausgesagt –
alle Warnungen verliefen im Sand.

Erst mit dem Knall kommt die Besinnung –
Geistesblitze aus dem Nichts,
trüb wie der Himmel ist die Stimmung,
und der Ausgang – ungewiss!

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Kommentare

27. Jun 2020

Der Groschen, er fällt spät - zumeist -
Wobei er heut doch "Cent" ja heißt ...

LG Axel

01. Jul 2020

Und der Cent mit seinem Wert:
hat sich auch nicht gerad bewährt …

Liebe Grüße
Soléa

27. Jun 2020

Atmosphärisch beeindruckend verdichtet, liebe Solea, und Dein Foto
ist ebenso beeindruckend, gibt das drohende Ungemach wieder. Schöne Grüsse ins Wochende schickt Dir Ingeborg

01. Jul 2020

So einiges, liebe Ingeborg, liegt im Argen, da scheint selbst der trübste Himmel noch das kleinste Übel zu sein …

Sei herzlich gegrüßt
Soléa

28. Jun 2020

Dieses bedrohliche Gewitterbild drückt gemeinsam mit Deinen Worten das momentane Zeitgefühl gut aus, liebe Soléa ...

liebe Grüße zu Dir - Marie

01. Jul 2020

Liebe Marie, ja es trübt sich ein. Einiges hätten wir ja in der Hand, doch mit Handeln und Gegensteuern tun wir Menschen uns immer so schwer, erst auf den letzten Drücker muss dann alles ganz schnell gehen. Ein gefährliches Spiel, denke ich.

Sei lieb gegrüßt
Soléa

01. Jul 2020

Du sagst es Jürgen! So leicht nicht.

Liebe Grüße
Soléa