Zwang und Chaos

von * noé *
Mitglied

Am A-nfang mit dem "A" beginnen!
Bis "Z" dem Z-wang bloß nicht entrinnen!
Solch Regeln wurden einst erfunden,
ein Leben logisch abzurunden.

Doch häufig stimmt nicht dieser Text,
weil Ordnung aus dem CHAOS wächst.
Wer stets in Reih und Glied nur denkt,
der wird in Schubladen gezwängt.

Die uns die großen Werke schenken,
lassen ihr Denken nicht beschränken.
Ein Meisterwerk oft nur gelang,
weil großem Chaos es entsprang,

das sich nicht Schulweisheiten beugte,
dadurch Erneuerungen zeugte.
Zwar musst das Alphabet du lernen,
doch dann greif ruhig nach den Sternen!

Versuch und Irrtum wird sich lohnen,
denn Kunst sprengt alle Dimensionen.
Ein so vom Zwang befreiter Geist
den Weg uns in die Zukunft weist.

noé/2015

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Kommentare

28. Dez 2015

ganz zwanglos sein
ist auch nicht fein -
weil alle andern sich beklagen:
Was traut sich dieser Mensch zu wagen?

28. Dez 2015

Was ich sage!
Aus Eingefahrenem kann nichts Neues entstehen!

28. Dez 2015

Dazu fällt mir Stefan Zweig ein: >Der geistigen Menschen höchste Leistung ist immer Freiheit, Freiheit von den Menschen, von den Meinungen, von den Dingen, Freiheit zu sich selbst.<
LG Monika L.

28. Dez 2015

Gefällt mir sehr gut!
(als Gedicht per se, doch auch, weil ich in letzter Zeit einige Diskussionen zu diesem Thema hatte - insofern sehr beruhigend für mich)

29. Dez 2015

Auch dir Dank, Anja-Nicola,
denn dadurch wiederum bestätigt es DICH ... ;o))