Keine Fragen stellen

von Alf Glocker
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Die Welt vergeht in einem Takt,
der unbekannt bekannt zu sein,
scheint, unserem Lämpchenschein.
Beschließen wir mit ihr den Pakt:

Nichts aufzugreifen, was versteckt,
was unerkannt zu bleiben hat,
was wie ein Aal so grässlich glatt,
als Teufel im Detail wohl steckt.

Und da wir nichts von jenem wissen,
was schicksalhaft vor uns besteht,
weil das nur Gott allein versteht,
wird sich für uns ergeben müssen:

Ein wüstes Treiben in der Nacht!
Wir laufen in verwunsch'nen Spuren
und äugen sittsam nach den Uhren,
die zeigen, was man mit uns macht.

So wandeln wir im Schlaf umher!
Und Wecken ist uns nicht erlaubt -
weil nur der Mensch das Gute glaubt,
wenn er befreit ist, klein und leer:

erfüllt von einer sehr speziellen,
ganz herzerfüllend großen Weise,
die in uns singt, bestimmend, leise:
„Lasst uns bloß keine Fragen stellen!"

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