Dans l'après-midi (Nachmittags ...)

von Annelie Kelch
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L'aprés-midi était absolutment parfait.
Le ciel était bleu comme un myosotis.
J' aime cette atmosphère, ce petit univers
dans la ville - où les femmes au foyer se détendent.

Je ne l'ai pas comptée.
Ce sont des millions – grand-chose ...
J'étais l'un d'eux -
au siècle passé.
Maintenant, c'est fini.
Ça y est.

Ces visages!
Je cherche en cela ..
Mais je ne peux trouver
ni la bonté ni l'amour dans eux.
Vos regards sont inanimés, indifférents ...
Il n'y a ni la chaleur ni la pitié parmi les gens.

De vous à moi:
Ils sont ni chair ni poisson ...
un monde á part
à pic - mais non dans le ciel.
Les gens sont ainsi faits!

Mais si vous voulez me demander quelque chose
je vous donnerai une bonne réponse -
en tout état de cause!

Sur le chemin du retour
je souris à une femme âgée
Mon dieu! - Elle sourit aussi.
Je reprends tout.  
Maintenant, je souris à chacun,
à moi rencontre.
Bientôt quelqu'un
appellera à Psychatrique,
et vous ne devenez jamais
un peu de moi lisent...
Les gens sont ainsi faits!

Nachmittags ...

Der Nachmittag war absolut perfekt,
der Himmel blau wie ein Vergissmeinnicht.
Ich liebe dieses Flaír,
diese kleine Welt in der Stadt,
wo sich die Hausfrauen entspannen.

Ich habe sie nicht gezählt.
Es sind Unmengen … sehr viele.
Ich war eine von ihnen -
im vergangenen Jahrhundert.
Das ist nun vorbei.
So ist das eben.

Diese Gesichter!
Ich forsche in ihnen
aber ich finde weder Güte
noch Liebe darin.

Ihre Blicke sind leblos, gleichgültig ...
Es gibt weder Wärme noch Mitleid
unter den Menschen.
Unter uns gesagt:
Sie sind weder Fisch noch Fleisch,
eine Gesellschaft für sich,
aufstrebend,
aber nicht gen Himmel.
So sind die Leute!

Aber wenn du mich irgendetwas
fragen willst, werde ich dir
ein gute Antwort geben.
Versprochen!

Auf dem Rückweg schenke
ich einer alten Frau ein Lächeln.
Mein Gott! - Sie lächelt auch!
Ich nehme alles zurück! -

Ich lächle jetzt allen zu,
die mir begegnen.

Bald ruft jemand
die Psychatrische an
und ihr werdet nie
wieder etwas von mir lesen -
So sind die Leute ...

Ich habe dieses Gedicht - gestern, am 30.04.2017- geschrieben, nachdem ich Michel Houellebecqs Poems wiedergelesen habe. Ich mag seine Gedichte: Sie sind sehr ehrlich, wenn auch sehr pessimistisch und oft sehr brutal. Aber durch fast jedes Gedicht zieht auch eine tiefe Sehnsucht nach Verständnis und Liebe. Er möchte zum Beispiel "mit Leuten reden, wie man mit Menschen spricht", beklagt: "... niemand küsste mich. Ich fühlte mich so sehr allein". Diese Zitate sind aus "Suche nach dem Glück", Gedichte, sehr gut übertragen ins Deutsche von Hinrich Schmidt-Henkel. Sie werden viele Gedichte in der Art wie "Nachmittags" in diesem Gedichtband finden, etwas trauriger zwar und meist ohne guten Ausgang.

Lübeck, Park Ende März, in Öl verwandelt; Foto: Annelie Kelch
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Interne Verweise

Kommentare

30. Apr 2017

Beide VERSionen sind gelungen -
Dazu den Pinsel fein geschwungen!
(Krause erkannte "Visage" allein -
Ihr Sprach-Talent scheint eher klein ...)

LG Axel

30. Apr 2017

Dank, Axel, dir, für deinen Kommentar.
Den Pinsel schwang diesmal für mich das Malprogramm,
fertigte fast im Nu aus einem Foto unverkennbar:
'nen Ölschinken - der Künstler ist nicht nennbar.
Dank auch an Bertha, zeigt sie doch Interesse.
Und du hast sicher übersetzt - mit viel Gefühl und Raffinesse.

LG Annelie

30. Apr 2017

... aber der 30.04.2017 ist doch erst HEUTE ...?
Nebenbei:
Als ich ein sog. Teenager war (vor tausenden von Jahren), ist mir genau das aufgefallen, dass die Leute grimmig guckten, einem nie in die Augen schauten und mit einem fühlbaren "Bleib mir vom Leib!" an einem vorbeigingen. Das fand ich nicht gut und dachte, wie man in den Wald hineinruft und ich könnte die Erste sein, die das ändert, so dass es vielleicht auf die Leute abfärbt, die mir begegnen. Ich schaute sie also aufmunternd an, mit einem leichten Lächeln auf meinem Gesicht - was die Leute zu irritieren schien, wenn sie es denn überhaupt bemerkten. Und dann begegnete mir meine eigene Mutter. Sie stutzte, zog mich am Oberarm beiseite und tuschelte mir in aggressivem Ton zu: "Was grinst du denn so dämlich!" "Ich? Grinsen?", entgegenete ich gespielt unbedarft, und schon fühlte ich mich schuldig. "Ich bin einfach nur gut drauf!", ergänzte ich, in Verteidigungshaltung gedrängt. Meine Mutter fauchte mich an: " Lass das sofort sein! Oder willst du, dass die dich einsammeln und in die Gummizelle stecken!"
So viel zu obigem Gedicht.

30. Apr 2017

Danke, noé. Ich musste wirklich lachen. Das könnte meine Mutter gewesen sein. Die hatte solche Sprüche auch drauf, ganz besonders, wenn ich im heißen Sommer im stillen Protest mit Winterpullis zu Caprihosen herumgelaufen bin. Ich glaube, es hat sich nicht so viel geändert. Griesgrimmig ist "in" - und färbt ab. Aber gestern zum Beispiel habe ich einer älteren Frau vor mir in der Schlange im Supermarkt zugelächelt - einfach so - und sie hat zurückgegrient. Meistens aber irritiert ein spontanes Lächeln die Leute. Sie können sich wohl nicht vorstellen, dass man einfach nur freundlich sein will. Ich lächle, falls überhaupt, nur Frauen oder Mädchen an, ist schon mal missverstanden worden von einem sogenannten "Herrn". Merkwürdigerweise sind am freundlichsten unsere sogenannten "Ausländer". Selbst wenn ich - weil in Gedanken - auf dem Radweg langlatsche, sind es immer sogenannte "Ausländer", die nicht entrüstet mit dem Kopf schütteln, sondern lächeln, wenn ich mich entschuldige. Und, liebe noé: Du weißt: Heute ist schon beínah morgen ...

Liebe Grüße und Dank für deinen Kommentar,
Annelie

30. Apr 2017

Ich lächele viele Leute an. Und fast alle lächeln zurück.
Und das ist schön. Und die Griesgrämigen zeigen mir vielleicht insgeheim einen Vogel. Aber da ich es nicht sehe, stört es mich nicht.

Dein Gedicht aber gefällt mir. Auch der 'geölte Park'.

Liebe Grüße Lisi

30. Apr 2017

Danke, Lisi, für deinen Kommentar. Ich würde auch zurücklächeln, träfe ich dich und du lächeltest mich an - mit deinem ansteckenden, schönen Lächeln. - Merkwürdig, dass ich Ölbilder neuerdings meistens schöner finde als Fotografien.

LG Annelie

30. Apr 2017

Mir geht es da wie Lisi! Mit lächeln und zurück lächeln funktioniert recht gut… ob im Geschäft, oder beim Bummeln. Und über die „Unfreundlichen“ denke ich nur, das sie/er sich selbst nicht leiden können… und lächle dann erneut :-)
Liebe Grüße in Deinen Abend
Soléa

01. Mai 2017

Hallo, Soléa, da sind wir schon drei Lächlerinnen. Und wir haben dabei nichts Böses im Sinn - im Gegenteil. Ich wünsche dir noch einen wunderschönen ersten Mai - die Sonne lächelt heute auch.

Liebe Grüße zu dir aufs Dorf, das jetzt grünt und sich mit Blüten schmückt,
Annelie

01. Mai 2017

Liebe Annelie, den wünsche ich Dir auch, zumal Du Glück mit dem Wetter hast. Bei uns ist es grau und Regent öfter. Macht nichts, dann wird es sich zu Hause gemütlich gemacht. :-)
Liebe Grüße
Soléa