Nordenland

von * noé *
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Backsteinbauten, rot und kantig,
Nordenland, so weit und frei,
Menschen, ehrlich, manchmal grantig,
trocken ihr Humor dabei.

Nebel, die die Weiten decken
zwischen endlosen Alleen,
schiefe Bäume, dichte Hecken,
geheimnisvoll und wunderschön.

Gräser, deren Spitzen weinen,
Tropfen hangeln sich zur Erde,
Totenruhe bei Stolpersteinen,
moosbedeckte Mauerkerbe.

Winde wehen weit von See,
Raben krächzen ihre Weisen,
Möwen kreischen laut ihr Weh,
Abenteuer, die sie preisen.

Langsam nur senkt sich die Nacht
in den müden, grauen Tag,
Häuser schlafen reetbedacht,
in den Fenstern lichtbewahrt.

noé/2016

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Kommentare

30. Okt 2016

Oh, danke, Magnus!

30. Okt 2016

Es überzeugt dies feine, nordische Gedicht
Selbst ein eher südlich' Licht ...

LG Axel

30. Okt 2016

Ein wunderbares Gedicht. Kann ich nachvollziehn, weil aus dem Norden.

LG Annelie