Bunt stehen die Drachen

von Peter H. Carlan
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Die nachtschwarzen Kolkraben krächzen,
kalt wehen die Nebel aus ihren Schnäbeln.
Schau, wechselnde Winde spielen Polo
hoch in den Wipfeln der Bäume.

Bunt stehen die Drachen am Himmelsrund
und betrachten das stürmische Spiel.

Auf dem Rücken der Raben jagen die Böen
hastig von Ast zu Ast,
sie peitschen mit schlagenden Schwingen
Kastanien von kraftlosen Zweigen,
sprengen im Fall die stachelbewehrte Schale
und reißen des Blattwerks Fünffingergelb
mit hinab in die Tiefe.

Und die Drachen stehen noch immer bunt
und staunend am Himmelsrund.

Die nachtschwarzen Kolkraben krächzen,
sie scharren die Frucht mit den Klauen
tief in den nass-braunen Lehm.

Das ist die Aussaat für kommende Spiele
in einem fernen Herbst.

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