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Die fremde Welt

Bild von noé
Bibliothek

Am meisten steht mir ja der Sinn
nach weniger - anstatt nach mehr.
Die fremde Welt, in der ich bin,
ja, die verunsichert schon sehr.

Ich sehe überall nur Blasen,
und wie sie in die Luft aufsteigen,
nur hohle Blasen voller Phrasen,
voll heißer Luft in ihrem Reigen.

Ich sehe Missgunst, Wut und Neid,
und Prahlsucht, Geltungssucht und Zorn,
und nirgendwo Bescheidenheit.
Mit Ellbogen, da geht's nach vorn,

und höher noch, und immer weiter,
und setzt schon früh im Kleinen an,
da schon wird man zum Wegbereiter,
wenn man sich nicht recht wehren kann.

Was hier regiert in einem fort
und überall auf allen Rängen:
"menschenverachtend" ist das Wort,
ja, das ist groß, mit allen Zwängen.

Da bleibe lieber ich geschützt,
zieh' mich zurück und schweige still,
damit mich bloß niemand erblickt,
der mir vielleicht ans Leder will.

Nur ab und zu, da schau' ich 'raus,
doch femd will diese Welt sich zeigen,
sie sieht doch sehr bedrohlich aus.
Wie hohl und leer die Blasen steigen ...

© noé/2015 Alle Rechte bei der Autorin

(Eine Beobachtung)

Interne Verweise

Kommentare

10. Jul 2015

Mancher dies Gefühl wohl teilt -
Weil ihm die Welt wabernd enteilt...

LG Axel

11. Jul 2015

Komisch, ich hab auch was über Blasen geschrieben...

Dein Gedicht gefällt mir!

11. Jul 2015

Liebe Noe, ganz getrost verate dir ich versteck mich auch gern hier, doch die Zeilen find ich toll und frag mich was es alles soll ... Gier und Neid führt hin zum Leid! LG!

11. Jul 2015

Sowieso hob i recht aber obm beim Verrat des oane rrr is sakrisch schlecht ... schmunzel! LG!