Die Hirten waren auf dem Feld

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Die Hirten waren auf dem Feld
des Nachts bei ihren Schafen.
Nur einer wachte diese Stund‘,
die anderen durften schlafen.

Doch plötzlich wurd‘ es tageshell!
Ein Engel kam hernieder.
Die Hirten wurden alle wach,
Schreck lähmte ihre Glieder!

Vor Angst verstummten sie sogleich.
Laut, als ob Donner grollten,
rief sie ein Engel freundlich an,
dass sie nichts fürchten sollten:

Es sei der Heiland grad geboren,
der sich der Welt zu Füßen legt!
Sie sollten geh‘n, ihn zu erblicken,
der alle Menschen liebt und trägt!

Und wenn sie in sein Antlitz schauen,
und glaubend diese Wahrheit seh‘n,
so mögen sie, die Botschaft kündend,
durch alle weiten Lande geh’n.

Die Hirten zogen los, zu suchen.
Sie eilten schnell im milden Wind
und fanden alles, wie beschrieben:
Den Stall, die Krippe und das Kind.

Wie groß die Freude, die sie fühlten!
Wie tief ihr Glaube, als sie’s sah’n!
Anbetend knieten sie vorm Kinde.
Sie durften sich dem Heiland nah’n!

Die Botschaft kündeten sie freudig
in ihrer Gegend jedem gleich,
so kommt es, dass wir heut noch wissen
von diesem Kind und seinem Reich!

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Kommentare

14. Dez 2014

Das als Botschaft reicht, Cori. Eine Frage nur noch: der sich der Welt oder dem sich die Welt?

14. Dez 2014

"Der sich der Welt ..." (- der für mich einzig wahre Sinn. Anders herum wäre ja glatt gelogen ...).
Danke für deinen Kommentar! Viele Adventsgrüße, Cori

14. Dez 2014

Ganz ohne Kitsch, wie ein Bericht -
Deshalb spricht an mich dies Gedicht…
LG Axel