Fern-Wärme

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Wenn dieses Lächeln seine Züge entspannt,
dieser sanfte Anflug von beinahe nichts,
dann schau' ich ihn an und bin ganz gebannt,
von der zärtlichen Schönheit seines Gesichts.

In diesem Lächeln, so wohlig geborgen,
finden sich Stunden von innigem Glück.
Ich vergess' alles, das Heute, das Morgen,
und träume mich in seine Arme zurück.

Gezählt sind die Stunden der Zweisamkeit,
sind einsame Stunden im Alltagsmeer,
unser Rettungsboot heute heißt Gott-sei-Dank „Skype“,
und dennoch vermiss' ich ihn täglich sehr.

Telefonzeit für mich ist ein Highlight im Tag.
Sein Videobild zeigt die Wärme von fern,
ich sag' ihm, wie sehr ich sein Lachen mag,
er nennt mich seinen nördlichen Stern.

Doch dann sind wir stumm und schauen nur,
dieses Lächeln zieht auf, ganz langsam, ganz sanft,
und ich verfolg' jede einzelne Spur
und bin wieder von seiner Zartheit gebannt.

Es wärmt mir das Herz und es wärmt mein Gefühl.
Ich lasse mich fallen, verschwinde darin,
es macht mich ganz andachtsvoll einfach nur still,
weil ich in der Wärme geborgen bin.

© noé/2014 Alle Rechte bei der Autorin.

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Kommentare

01. Apr 2015

Auch dies Gedicht strahlt Wärme aus:
Wirkt wirklich bis zu mir nach Haus!

LG Axel

22. Jul 2015

Ja, sehr liebevoll und wunderschön romantisch. :) Es macht Spaß sich von diesen schönen Zeilen in eine verträumte Stimmung hineinziehen zu lassen. Leider funktioniert diese Fernwärme-Leitung nicht verlustfrei. Aber Skype ist in dem Punkt schonmal besser als Telefon oder Brief. ;) Wobei der Brief noch eine ganz andere Romantik zu transportieren vermag.