Indianer

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Du hast mir die Sterne gereicht,
Wir haben uns mutig gefühlt,
Wir zwei waren mutig.
Doch nach all den warmen Seiten der Bücher,
Sag, sind wir es noch?

Ich sah dich nie zum ersten Mal,
Nur das erste Mal zum letzten Mal,
Als du alleine mutig warst.
Ohne mich,
ohne den Teil,
der dich beschützt,
Ohne die, die dich zusammenflickt.
Nach jedem Kampf standen wir gemeinsam auf.
Sag, hast du mich vergessen?
Ich saß auf deiner Schulter,
Fing dir deine Freiheit!
Wir waren Indianer zwischen Hochhäusern,
Die Wilden aus der alten Branche,
Nun hast du mich vergessen,
Während ich stets nur dein Bestes wollte.
Oh Liebster, erinnere dich!
Lagen wir abends da,
Zählten Gier und Gold und Glück,
Waren wir unendlich dort,
Weil man es manchmal sein muss.
Vergiss nicht,
Ein Stück von uns hält noch immer in mir
Und wartet auf deinen Kuss.

Liebling,
Wirf meine Fehler herab
Und ich werde sie lesen,
Um mich zu vergewissern,
Dass nichts richtig
Und doch alles perfekt war.
Flieg mit mir,
Hast du einst gesagt.
Jetzt fliege ich allein,
denn du,
brennender Stein,
wirst länger sterben,
Als ich leben werde.
Glaube mir,
Ich werde dich lieben,
Wie der Hass mich trägt,
In jenen Tagen des Tanzes,
Wenn ich meinen Stamm suche
Und zungenlos deinen Namen rufe.
Glaube mir,
mein Geliebter,
Kein Seil hätte ich je geworfen,
Hätte ich werfen dürfen,
Hätte ich wissen können,
Dass du die Sterne zerbrichst,
Die du verschenkst.

Doch ich weiß,
als wir Indianer waren,
Mutig genug,
Unserer Liebe nie zu genügen,
Spielten wir keine Rolle.
Und wenn ich dich manchmal ersticken sehe,
Mein Häuptling,
So sehe ich, welche Lügen dich zusammenflicken.

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