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MONDUMRUNDENDE GEDANKEN

Bild von ffolcus
Bibliothek

„Die Sonne tönt, nach alter Weise,
in Brudersphären Wettgesang“ -
im Faust formt Goethe ihre Reise
in dichterischem "Donnergang".

„Ihr Anblick gibt den Engeln Stärke“ -
auch das den Tagstern feiern mag;
des Weltalls Weiten, Wunder, Werke:
so „herrlich wie am ersten Tag“.

Der Mond als Freund und Nachtgevatter
hingegen sendet Schlummerlicht.
Der Sonne runde Kreisform hat er,
indessen ihre Leuchtkraft nicht.

Sie übertrifft er nie in Größe,
Gewicht und Hochtemperatur,
doch gibt er damit keine Blöße
sich auf der Erdumrundungstour.

Sein Schein ergötzt die Frischverliebten,
baut auf der Seele Schöpferkraft.
So manchem abgrundtief Betrübten
er angeblickt neu Hoffnung schafft.

Oft schau ich hoch, wenn er so klar ist,
mach' Fotos mit dem Apparat.
Ob sein Erinnern wohl noch da ist,
dass Neal ihn mal mit Füßen trat?

Du, Bleichmond, bleibst mein Nachtbegleiter,
denn Nacht ist unsre Tageszeit,
zeigst dich mir philosophisch-heiter,
mal halb, mal neu, mal voll, mal breit.

vc

Interne Verweise

Kommentare

06. Jun 2015

Der Mond doch einstens weiblich war –
Die Sonne männlich! Was geschah?
Geschlechter – Tausch, im Weltenall:
Der Erde gibt den blauen Ball…

LG Axel

06. Jun 2015

Schon länger als in Erdenländern:
ganz liber-All, das mit den Gendern...