Spätherbstmorgen

von Michael Dahm
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Spätherbstmorgen

Mit gelbem Stich, Kastanienblätter,
Pinselstrich gezählter Tage,
Bäume stehen im Nebelwetter
und es fällt die Sonnenwaage.

Rose welkt im stumpfen Schein,
nass geschwadet faules Heu,
vom Baume weht ein Federlein,
In trübem Winde scheu.

Terassen leer und blank gefegt,
Sommer hängt im Gartenhaus,
Spätherbst hat sich drauf gelegt
und lässt ihn nicht mehr raus.

Von Ferne ruft das Kranichheer,
durch frühe Silberstund´,
ihr Abschied bringt bald Winter her,
und ´s Herz wird Sehnsuchtswund….

MD 2012

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Kommentare

14. Aug 2015

... finden sie das lesenswert? Ja! hier wird ein stimmungsvolles Herbstbild gemalt ... schön!

Liebe Grüße

Mara

14. Aug 2015

Du bist durch und durch Poet, Michel!
Wunderschön geschrieben!

Viele liebe Grüße!
Cori