Von Zeit und Ewigkeit

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So bin ich denn in diesem Leben –
Bestandteil der Vergänglichkeit –,
um die Geschichte fortzuweben
im Wandgemälde einer Zeit,
die sich nur deshalb weiterdreht,
weil sich bewegt, was in ihr lebt.

Für gar nichts gäb es eine Wende,
Entwicklung prägte keine Spur,
wenn bloß die Ewigkeit bestände,
kein Fortgang, sondern Stille nur.
Im Tod entsteht die Ewigkeit,
einzig das Leben kennt die Zeit.

© noé/2020

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Kommentare

03. Dez 2020

Wenn man sich einen handgeknüpften Teppich von seiner Rückseite her anschaut,
dann sieht das "gute Stück" ziemlich verworren aus. Von seiner Schauseite her
gesehen - ist derselbe Teppich eine göttliche Offenbarung. Und GOTT
- scheint mir - ein guter Weber zu sein. Danke für dein sehr schönes Gedicht !
HG Olaf

03. Dez 2020

Klasse! Mehr gibt es beinah nicht zu sagen und wie Du es "sagst", berührt und beruhigt auch auf eine tiefe und milde Weise, findet mit herzlichem Gruß, Ingeborg

03. Dez 2020

Allen freundlichen Kommentatoren und allen Likern meinen herzlichen Dank!!

04. Dez 2020

So fließt die Zeit des Lebens dahin,
auf das sie als neues Quell entspringt!

Liebe Grüße
Soléa

04. Dez 2020

"Der Tod in seiner Ewigkeit" -

hast recht, er hat Beständigkeit,
doch wenn wir zeitlebens auch hasten,
nicht Ruhegeben, niemals rasten,
bis er uns holt dann irgendwann
und man erstaunt zu spät besann,
auf das war wirklich wichtig ist -
so viel zeitleb davon vergisst!