Am Fenster

von Perdita Klimeck
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So blau der Himmel über mir,
verziert mit federzarten Strichen.
Die Sonne, gerade erst erschienen,
sie lässt das Weißgemisch am Horizont
in einem Farbenrausch erstrahlen,
der seinesgleichen sucht.

Ein graues Band durchzieht das Weit.
Noch ist es fern, ich kann´s nicht deuten.
Dann hör ich über mir das Rauschen,
ein Ton aus hundertfachem Flügelschlag.
Durchbrochen nur von rauen Schreien,
sie künden mir den Herbst.

Der Blick auf meine kleine Stadt,
auf all die Straßen und die Dächer,
die feingezeichnet vor mir liegen,
setzt in mir ungeahnte Sehnsucht frei.
Mich über diese Welt zu schwingen,
die heute so berührt.

Vielleicht nimmt mich ein Kranich mit,
trägt meine Wünsche in die Ferne.
Und so beseelt von den Gedanken,
bleib ich, ein Weilchen noch, am Fenster steh´n.
Die Kraniche sind längst verschwunden.
Mein Traum, lebt noch in mir.

Veröffentlicht / Quelle: 
An Tagen wie diesen - Lyrikband

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