Die große Verwirrung

von Anner Griem
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Die große Verwirrung
 
Eine große Verwirrung herrschte in den
Köpfen der Menschen als sie erfuhren
Dass sie aus dem fernen Amerika mit
Hilfe der eingeborenen Geheimdienste
In den Tiefen ihres Daseins ausspioniert
Wurden. Die, die schworen, Schaden von
Denen abzuwenden, die da verwirrt waren
Wussten ebenso nichts, obwohl, und dies
Vergaßen sie wohl in den Momenten ihrer
Bekenntnisse, sie Monate zuvor mit denen
Zusammen saßen, die die tiefen Geheimnisse
Der so groß Verwirrten mit raffinierten Mitteln
Und Techniken den Geheimnissen entrissen
Geheimnisvolle Maden knappern sich durch
Die Früchte der Geheimnisse, um auf den Kern
Der geheimsten Geheimnisse zu stoßen, die
Minister, die diese Geheimnisse schützen sollten
Taten geheimnisvoll, denn in ihre Köpfe waren
Bereits restlos ausspioniert und aller Geheimnisse
Entledigt. Und - es herrschte eine große Leere und die
Die aus dem fernen Amerika mit Hilfe der einheimischen
Dienstbaren deren Köpfe leerten, gaben große Mengen
Aussprechloses in deren Hohlkörper, soviel, dass die
Die eigentlich sprechen sollten, nichts mehr vorfanden und
Gesenkten Hauptes vor den Mikrofonen standen - und es
Bildeten sich große Feuchtgebiete an vielen Stellen ihrer  Körper
Da hatten die, die so groß verwirrt waren ob dieser ganzen
Geheimniskrämerei, ein Einsehen und ein großes Erbarmen
Mit denen, die ihre wahrlich schweren Leerkörper auf ihren Hälsen
Und auf ihren Schultern trugen, gaben ihnen einen leichten
Schups und ihre Hohlkörper zerbrachen schallend an den scharfen
Kanten der Empörungen. Da merkten die, die so groß verwirrt waren
Dass sie Sand vertraut hatten, obwohl sie an den entscheidenden Tagen
Meinten, auf Granit gesetzt zu haben. Da trat einer von ihnen hervor
Trat an ein Mikrofon und rief laut und beherzt in die Menge der Verwirrten:
 
Alles fließt!
 
Anner Griem / 2013

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