Die größte Lachnummer

von Alf Glocker
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Das Leben ist DIE Lachnummer des Universums – es macht fast 0, nix % der Materie aus, die sowieso ihrerseits grade mal unter ferner liefen vorkommt, es spinnt, so es „intelligent“ ist, komplett und es zeichnet sich allermeistens durch Plagen aus. Das ist der Sinn!

Und doch erscheinen uns Romeo und Julia zeitlos schön, ungefähr so wie ein Rattennest, das, von Philosophen umlauert, auf die erste Geburt in Sachen „Dukannstmichmal“ wartet.

So sieht die Gerechtigkeit aus: Eine Vielzahl Idioten macht sich Gedanken um gar nichts, außer vielleicht um das hier – „Wie befriedige ich mein Ego am besten“, und ein paar ganz wichtige Insider vollziehen es dann … Es lebe der Zeitvertreib!

Natürlich taucht – auch bei geistig minderbemittelten Scheinzivilisierten – manchmal so eine Art Sinnfrage auf. Das sind dann die Momente, in denen sich Menschenwesen eine Würde andichten, die sie nicht haben … zumindest, was die Verfahrensweisen angeht, die man ihnen angedeihen lässt.

Das ist ja gerade der unwiderstehliche Reiz an diesem fragwürdigen Dasein, daß es jeder kaputtmachen will – selbstverständlich immer nur das des/der anderen. Leider reicht aber der Intellekt bei diesen unglaublichen Kriechtieren nur unglaublich selten dafür aus, zu erfassen, daß dies die Wahrheit ist: „Wenn ich ein anderes Leben zerstöre, das mir nichts getan hat, dann zerstöre ich auch mich selbst!“

Ebenso verfahren überzeugte Untermenschen mit ihrem Lebensraum – er wird geplündert, was das Zeug hält … nur leider hält es das Zeug nicht!! Das Zeug geht kaputt! Und da hilft alles nichts – kein Geschäft, keine Religion und keine noch so zahlreiche Nachkommenschaft … wer halt überhaupt nicht nachdenkt, der kommt darin um.

Doch das ist ja anscheinend egal … uns, dem Universum, dem lieben und dem weniger lieben Gott, vor allem aber dem uns umgebenden Schwarzen Loch! Um uns herum, in uns, über uns, hinter uns, vor uns und eben überall, befindet sich die dunkle Materie …

Sie „passt auf uns auf“, in ihr geht nichts verloren, denn wenn eine Schöpfung gestorben ist, dann quetscht sie sich eine neue aus dem Hinterteil – so lange, bis vielleicht einmal jemand dabei herauskommt, der den Kopf nicht nur deshalb auf hat, damit es nicht in den Hals hineinregnet!

Bislang ist das aber eher unwahrscheinlich … und so hat jede Zivilisation stets nur eine Chance, in der Hoffnung auf eine Hilfe von „außen“. Es müsste praktisch immer jemand kommen, aus der Zukunft, von einem anderen Stern, der schon alles kennt und uns sagen kann, wie das ausgeht, was wir da grade machen.

Aber nachdem das vermutlich viel zu lustig ist für ein Universum, in dem das Leben ungefähr zu beinahe 0, nix % vorkommt, müssen wir wohl allein darüber lachen … im Keller versteht sich. Na ja, damit uns niemand dabei ertappt, einmal wirklich bewusst und nicht nur gespielt optimistisch gewesen zu sein!

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Kommentare

06. Jun 2017

Gar nicht lachhaft, der Essay -
Dazu das Foto ist okay!

LG Axel

06. Jun 2017

Hallo, Alf, der Essay ist super, ganz besonders gefällt mir der fünfte Absatz. Außerdem wollte ich dir mitteilen, dass ich beim Aufräumen ein Buch vom Gauke Verlag von 1994 gefunden und darin zufällig einen Beitrag von dir entdeckt habe: Er lautet 'Gegenteiliges' und ist in Gedichtform geschrieben. Mir gefällt dieses spitzfindige, leicht ironische Gedicht sehr gut. Das Thema lautete damals: Texte und Bilder gegen Rassismus und Gewalt, Grausamkeit, Gleichgültigkeit, Kinderfeindlichkeit etc. Ich habe damals auch "meinen Senf" dazugegeben.

LG Annelie

06. Jun 2017

Hallo Annelie, das ist ja interessant, daß Du beim Gaucke Verlag auch schon dabei warst. Da muss ich doch gleich mal nachgucken.
Hoffentlich find ichs noch...
Danke auch fürs Lob!

LG Alf