Zukunft

von Unbekannt Erzählt
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Zukunft?

Es vergingen Tage, Wochen, Monate und ja sogar Jahre doch was erwartet einen in der Zukunft.

1.
Die Vergangenheit geprägt von Bildern mit Schlägen, Fäuste die einem ins Gesicht schlugen und schultern die einen zum Boden rammten, Bücher die aus den Händen flogen, weiße Wände die den Rücken spürten und Gelächter. Gelächter die einen den Atem nahmen. Schlaf wurde überbewertet, Worte wie Schlampe, fette Sau, Hässliche verfolgten einen bis man weinend im Kissen lag und schlief.
''bin ich je Perfekt?''
2.
Die Noten in der Schule fielen aus einer 1 wurde eine 3
Sportunterricht-shirt mit dem gefälschten Nike Zeichen an und eine Jogginghose aus dem Discounter, Dann nannte man Sie Opfer lachten sie Sie aus und keiner wusste das sie sich ihr Geld mit dem Zeitung austragen verdiente weil ihre Mutter zu krank zum arbeiten war und Ihr Vater zu besoffen war jeden Tag aus Trauer der Krankheit seiner geliebten Frau.
Sie wurde immer als letzte gewählt und jede Gruppe weigerte sich Sie zu nehmen ''Die ist doch zu Fett zum laufen'' ''Kannst du überhaupt einen Ball fangen wenn du selber nur rollen kannst''.
Auf dem Weg nach Hause weinte Sie, denn es regnete, (wer würde schon ihre Tränen sehen?)
Ihr Vater lag auf dem Sofa mit dem Whisky Glas in der Hand und der Flasche auf seiner Brust, leise nahm sie ihm das Glas aus der Hand, stellte die Flasche in den Schrank, jeden Tag dasselbe.
Sie machte die Wohnung sauber und brachte ihrer Mutter das essen ans Bett.
Ihr Bruder schlief im Kinderbett und sah so friedlich aus, wie schön schlafen doch wäre..
Sie packte Ihre Sachen und ging arbeiten, sie war 14 und ging arbeiten, trug die nassen Zeitungen in der Stadt aus und sang ihr Lied:
Alles kann besser werden, wir müssen nur fest daran glauben, fest hoffen und wünschen
Alles kann besser werden, jeder leid und jede Trauer vergeht
Alles kann besser werden und dann sehen wir die Sterne und den Mond, sehen die Sonne auf dem Meer scheinen und die Wellen rufen
Alles kann besser werden, denn tiefer fallen kann ich nicht, sie träumt vom Licht von der Unendlichkeit des Lebens und der Liebe die nie zerbricht, denn Alles kann besser werden.
''bin ich je Perfekt''
3.
Es vergingen Tage ohne Essen, denn Sie wollte genauso schön aussehen wie die anderen Mädchen auf ihrer Schule, Mädchen die sie beleidigten und ihr zeigten wie flach ihre Bäuche waren und groß die Lücken zwischen den Beinen.
Sie saß vor den Toiletten und kotzte jeden Schluck Wasser aus den sie trank, Sie ertrug ihren eigenen Körper nicht mehr, sie ertrug Ihr Gesicht nicht mehr und noch viel weniger SICH.
Sie schrie und schrie, schlug mit der Faust gegen den Spiegel der sich in 1000 Teile im Raum verteilte, sie fiel zu Boden und sah sich ihre blutenden Knöchel an, wie es hinunter Floß und brannte, in Blut verschmierten Scherben sah sich an, bis sie in Tränen zerbrach. An ihrem Geburtstag.
Happy Birthday im Sand eine 15 als Kerze und keine Menschen Seele in der Nähe, die Kerze erlosch als die letzte Träne fiel.
Dunkelheit und schwerer Atmen, mit zitternder Stimme sagte sie sich selber 1 Jahr verging..
*Kennt ihr noch das Hoch soll sie leben, das eure Mitschüler sangen als ihr mit dem Stuhl nach oben gehoben wurdet an euren Geburtstagen?*
Keiner wollte sie Hochhoben denn sie war zu schwer und das Lied das sie sangen war das Lied
'you are so lonely' Happy Birthday Monster.
Sie verstand nie warum jeder sie hasste, Warum jeder sie mobbte, sie hatte doch nie jemandem was getan.
Sie wollte nicht mehr Sie sein, Sie wollte sich ändern und das tat sie..
''bin ich je Perfekt?''
4.
Mit 16 wog sie 50, Sie hatte den flachen Bauch der anderen eingeholt, man nannte sie Magersüchtige, Bulimie krank und zeigte mit den Fingern auf sie.
Egal was sie machte, sie machte es niemandem recht. Sie wollte doch nur gemocht werden, sie wollte Freunde haben, lachen und glücklich sein, Spaß am Leben haben und Abenteuer erleben, Sie wollte das haben was sich Leben nannte.
Was sollte sie alles verändern? Ihre Kleidung, Ihr Aussehen, Ihre Art, Ihren Charakter oder ihr ganzes Leben?. Ihr Leben ändern..Was müsste sie tun, Ihre Familie verlassen, ihre kranke Mutter im Stich lassen und ihren Vater am Alkohol ertrinken lassen und was sollte aus ihrem Bruder werden, wie würde er aufwachsen, hätte er eine Zukunft oder würde er in dieser Familie untergehen ohne jegliche Hilfe. Sie hatte Angst, panische Angst, aber es gebe keinen anderen Ausweg sie musste ihr Leben in den Griff kriegen und an sich denken und so begann das Leben, das glückliche leben.
Jugendamt und Arbeitsamt waren jetzt ihr zu Hause, Gespräche von Stadt zu Stadt, Besuche von Familien zu Familien prägten Monate lang ihr Leben bis sie es schaffte, bis die Familie kam die alles änderte und das Mädchen mit den Narben am Arm, mit dem dürren Körper und dem kleinen Jungen in den Armen, glücklich in die Familie aufnahmen. Sie gaben ihr Liebe, Freiraum und zeigten ihr was das Wort Familie zu bedeuten hatte.
Sie war zum ersten Mal in ihrem Leben Glücklich, sie fühlte sich endlich angekommen, Schuldgefühle prägten sie doch jede Nacht, was ist mir Ihrer Mutter, ist ihr Vater noch am Leben oder liegt er mit Flaschen als Decke in einer Ecke?
Ihre neue Mutter wusste wie es ihr ging und nahm sie jeden Abend in die Arme sagte ihr das alles wieder gut wird und blieb bei ihr bis sie einschlief.
''bin ich je Perfekt''
5.
Es war alles genau so wie sie sich es immer gewünscht hatte, Sie hatte eine neue Schule und hat Freunde gefunden, saß jeden Abend mit der Familie am Tisch und aß zum Abend, Sie lachten zusammen, redeten über ihren Tag und teilten Interesse miteinander. Ihr Pflegevater brachte ihr das Fahrradfahren bei, ihre Pflegemutter zeigte ihr wie man kocht und erzählte ihr wie sie jeden Jungen bekommen kann, sie lachten viel, unternahmen viel, Sie sah zu wie ihr kleiner Bruder immer älter und größer wurde. Sie war Glücklich das er einen Vater und eine Mutter hatte, das er nie das erleben würde wie sie und hoffte

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