Woran man ein Einwanderungsland erkennt

von Alf Glocker
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Da sind ... weite, unbebaute Flächen, da sind ganz wenig Menschen, wenn da überhaupt welche sind. Da ist rechtsfreier Raum, der erst noch erschlossen werden muss, wie das Land selbst. Dort kann aufgebaut werden! Städte gibt es nicht, dafür Freiheit von Horizont zu Horizont.

In diesem Land gibt es ganz viel Natur, klare Flüsse, oder Tundren, Wüsten vielleicht, unbesiedelte Berge, frische Luft. Die Chancen, sich etwas aus dem Nichts erarbeiten zu können, sind riesengroß! Mit Fleiß und Tatkraft lässt sich eine neue Welt erschaffen. Die Möglichkeiten sind unbegrenzt!

Man darf anbeten, wen man will. Weil keiner da ist, stört sich auch niemand daran. Und wenn einer seine Frau schlägt, dann verjagen ihn weder die Bären, noch die Tiger aus seinem Terrain – er wird viele Kinder haben! Platz ist genug dafür vorhanden!

Bald steht ein Haus, bald stehen 2, 3, 4, usw. Und bald wird sich zeigen ob sich das System bewährt, das von Einwanderern angewandt wurde, um zu überleben. Werden sie im Morast einer ungnädigen Umgebung, oder in einer zweifelhaften Moral versinken, werden sie sich gegenseitig ermorden, wo sie sich treffen?

Wird es gelingen, eine intakte Gemeinschaft aufzubauen? Oder siegt die Rücksichtslosigkeit von Machos, Emanzen, oder mafiösen Strukturen? Alles was geschieht wird eine Überaschung sein – und jeder, der hinzukommt, wird sich den Erstankömmlingen anpassen müssen ... oder untergehen.

Jeder Kreative ist hoch willkommen, wenn aber einer rumpöbelt, dann wird er umgehend ausgegrenzt, weil sich niemand leisten will, daß die noch junge Siedlung in Gefahr gerät – außer es handelt sich um eine Ansammlung von Verbrechern. Dann wird sie sich mit der Zeit von selbst auflösen (auslöschen).

Der Kinderreichtum in einem frisch besiedelten Land regelt sich von selber! Wenn sich jemand stark fortpflanzen will, dann muss er für den Nachwuchs auch selber Sorge tragen ... Niemand kann irgendwo hingehen und sagen „Wie viel Geld bekomme ich für soundso viele Kinder?“. Das hielte jeder nur für lächerlich!

Viel praktischer ist es da schon, wenn ich einfach ein voll erschlossenes Gebiet zum „Einwanderungsland“ erkläre und mich darauf verlasse, daß ich dort unterstützt werde. In seinen finanziell weiten Möglichkeiten eröffnet sich so mancher rechtsfreie Raum für den „kreativen“ Geist ...

Dort kann man ja auch etwa Neues aufbauen – eine Religion, die sich gegen jedes bisher bekannte Recht wendet, und man kann eine ausschließlich dort entstandene Theorie von angewandter Humanität ad absurdum führen, indem man sagt: „Gerade weil ich mich gegen die Freiheit wende, beanspruche ich sie“.

Zugegeben, so ein Einwanderungsland gibt es vermutlich auf der ganzen Welt nicht. Leider gibt es aber auf der ganzen Welt auch keine weitestgehend unbesiedelten Flächen mehr – außer in Sibirien vielleicht, aber wer will da schon hin, um sich mal so richtig ausleben zu können?!

Schade eigentlich, daß es keine echten Einwanderungsländer mehr gibt, denn was heutzutage noch zur Verfügung steht, das sind entweder übervölkerte Zonen oder unwirtliche Gegenden. Und wenn es sich mal lohnen würde nach irgendwohin auszuwandern, dann sind da schon Leute, die leider nicht blöd genug sind, um ihr Glück freiwillig für Gesetzlose aufs Spiel zu setzen ... so ein Mist.

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Kommentare

10. Feb 2017

Ein Einwanderungsgesetz müsst' lang schon her -
Gerecht, gezielt - und weit mehr fair ...

LG Axel