Erdenkinder

von Paula Noreth
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Alles hat eine Zeit und noch ist keine zweite Welt in Sicht.
Insekten beschäftigen mich und werden immer weniger und doch wichtiger.
Kleine Parasiten bedrohen mich, man möchte ihnen den Tod wünschen.
Feine Wildbienen bedauere ich und möchte sie schützen.
Ich in dieser einen Welt und doch im Kreislauf der Jäger und Gejagten gefangen.
Krone der Schöpfung verkommen in knapp acht Milliarden Krönchen, doch bald ohne Hofstaat.
Scharfe Worte hervorbringend, doch selbst unfähig, das Paradies wiederherzustellen.
Edle Taten vollbringend, doch unwissend grausam gegenüber der Erde.
Wie lange werden wir diesen Zwiespalt in uns leben können?
Er wird uns zernagen - und wenn nicht er, so die Ratten.
Sie sind noch skrupelloser als wir.

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