Lawinen und deren umwelthistorische Wahrnehmung in den europäischen Alpen - Ein Forschungsexposé - Page 3

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ohne dass es zu einer Beschädigung des Gebäudes kam. Paradoxerweise wurden nach Schadenslawinen viele Häuser und Ställe wieder exakt auf den gleichen Standorten errichtet. Die starke Standortgebundenheit der landwirtschaftlichen Nutzflächen und fehlende alternative Baugründe sind Ursachen dafür (Wilhelm 1999:3). Im Jahre 1850 wurde erstmals eine Lawinengalerie am Simplonpass errichtet. Dies gilt gemeinhin als der Beginn des baulichen und forstlichen Lawinenschutzes. Die Phase der unmittelbaren Gefahrenabwehr unter Errichtung baulicher Konstrukte oder durch Aufforstung von Lawinenschutzwäldern dauerte bis 1930 an.
Aus dem Beitrag von Hans Haid (2007) über die Kulturgeschichte der Lawinen finden sich weitere Ausführungen zur bereits erwähnten „Peitschenknalltheorie“. Er erkennt, dass am frühesten unter allen Wintersportregionen der Alpen die Schweizer Regionen die Rolle von Knall und Lufterschütterung zum Auslösen von Lawinen in Skigebieten, neben Bahnstrecken erkannt und genutzt haben. Die alte „Peitschenknalltheorie“ hat sich in der Praxis bestätigt. Nach 1917 wurden gefürchtete Lawinen an der Bernina-Strecke durch Minenwerfen künstlich ausgelöst. Haid schlussfolgert, dass sich seit etwa 80 Jahren diese Knall-Methodik durchgesetzt hat und sich derart verbessern ließ, dass ein gewaltiger Boom an Wintertourismus in den Alpinsportzentren erst möglich wurde. Ohne diese Lawinensprengungen wäre der Saisonbetrieb in den Skigebieten der Schweiz, Frankreich, Österreich und Italien nicht im gegebenen Ausmaß möglich gewesen (Haid 2007: 182).
Die Auffassung von Lawinen hat sich besonders im Ersten Weltkrieg stark verändert. Nachdem viele Soldaten der österreichisch-ungarischen K. u. K. Armee und italienischen Streitkräfte aufgrund von spontanen und unabsichtlich herbeigeführten Lawinenabgängen ihr Leben lassen mussten, erkannte man das militärische Potential von Lawinen. Mithilfe von Minenwerfern wurden Lawinen künstlich ausgelöst. Lawinen wurden demnach ein Instrument bzw. eine Waffe an der Alpenfront. (Amann et al. 1997: 39).
In einem Beitrag von Hubmann wird ein Soldat namens Schwinner genannt, welcher durch Anwendung alpinistischen Wissens Wege in der Alpenfront anlegte. Das Besondere daran war sein außerordentliches Verständnis von Lawinen. Er konnte diese Gefahr überdurchschnittlich präzise einschätzen. Nachdem 15 Soldaten während eines Einsatzes unter Beteiligung von Schwinner von einer Lawine erfasst und verschüttet worden waren, erstellte er mit seiner Plattenkamera Fotografien von lawinengefährdeten Gebieten, entwickelte die Bilder und zeichnete auf den Abzügen mit Tintenstift lawinensichere Wege für die Wachtposten ein, um in Zukunft solche Unglücksfälle zu vermeiden (Hubmann 2012:26). Lawinen waren an der Alpenfront eine häufige Todesursache. An einem einzigen Tag, am 13. Dezember 1916, dem “Weissen Freitag”, starben nach starken Schneefällen etwa 10. 000 Mann beider Seiten in Lawinen, absichtlich ausgelöst durch gegnerische Artillerie.
Das erste raumplanerische Instrument der Lawinenprävention stammt aus dem Jahr 1961. Im Auslaufgebiet der Dorfbachlawine der Gemeinde Davos wurde erstmals in der Geschichte ein Lawinengefahrenzonenplan erstellt (Wilhelm 1999:6). Diese raumplanerischen Lawinengefahrenzonenpläne knüpfen an einer Erkenntnis an, welche aus dem 17. oder dem 18. Jahrhundert stammt. Zu dieser Zeit wurden in Europa aufgrund steigenden Holzbedarfs viele Wälder abgeholzt, was sich negativ auf die Schutzfunktion des Waldes ausgewirkt hatte. Es bestand also ein direkter Zusammenhang zwischen dem Holzhunger im 17. und 18. Jahrhundert und der Bedrohung menschlichen Lebens und Siedlungsraumes. Dies gilt vor allem für den schweizerischen Ort St. Antönien. Dort waren viele Lawinen auf das Fehlen einer standortgerechten Bestockung zurückzuführen. Wilhelm (1999) zitiert in seinem Beitrag Finze (1988), welcher die St. Antönier Lawinen beschreibt. Diese geschichtliche Aufarbeitung von den Schadenslawinen in dieser Ortschaft wird in mehreren Lehrbüchern erwähnt:
Es muss hier jedoch vermutet werden, dass die Walser durch Rodung zusätzlich potentielle Nutzungsflächen der Lawinengefahr aussetzen. (Wilhelm 1999:2).
An Stelle früherer Lebensgewohnheiten sind neue Lebensrhythmen getreten; das einstiege Leben mit Lawinen ist heute durchdrungen von Sicherheitsdenken (vgl. Wilhelm 1999:3)
Die naturwissenschaftliche Erforschung von Lawinen begann im späteren 20. Jahrhundert. Erste institutionalisierte Lawinenforschung wurde in der Schweiz sowie in Russland in den 1930iger Jahren betrieben (Amman et al. 1997: 93). Heute ist die Lawinenprognose ein Feld der Ingenieurs- und Naturwissenschaften. Technische Verbauungen und vielerlei Workshops zum Thema Lawinenkunde erhöhen die Sicherheit im Umgang mit Lawinen in Europa. Somit liegt vermutlich gegenwärtig ein stark verwissenschaftlichtes und von Erfahrungswissen geprägtes Lawinenbild vor. Angesichts der immer noch unbefriedigenden und teilweise fehlenden Erkenntnisse über die konkrete Bildung und Auslösung von Lawinen bleibt ein gewisses Maß an Ehrfurcht und Faszination in unserem derzeitigen Lawinenbild enthalten.
Eine besondere Stellung in der Lawinenforschung nimmt der Lawinenwinter 1999 ein. Lawinenkatastrophen wie Galtür 1999 haben vor allem in Österreich die Wahrnehmung von Lawinen sensibilisiert. Wettersituation und Schneedeckenaufbau machten den Winter 1999 zu einem außergewöhnlichen Lawinenwinter. Der wichtigste Faktor war ohne Zweifel Niederschlag: Im ersten Halbjahr 1999 fielen in ausgedehnten Bereichen der Alpen die grössten Niederschlagssummen des Jahrhunderts, wobei lokal bisherige Rekorde massiv übertroffen wurden (Wiesinger und Adams 2007: 9). Zusätzlich herrschte starker Wind in den Gipfelregionen. In dem Zeitraum zwischen dem 21.1. und dem 25. 2. 1999 fielen am Alpennordhang 500 cm. Gegen Ende Februar wurde aber schliesslich die Belastbarkeit der Schneedecke durch die enorme Überlast weiterer Schneefälle sowie infolge einer markanten Erwärmung mit Regen bis 2000 m allmählich überschritten und es brachen vielerorts Grosslawinen los (Wiesinger und Adams 2007: 9). Während der 30ig tägigen intensiven Neuschneeperiode, in der sich feuchte polare Luft in Form von Schnee absetzte, waren etwa 100.000 Menschen im Alpenraum eingeschlossen. Die Gesamtbilanz war ernüchternd. Es starben 70 Menschen, von denen 38 Galtür, 12 in Charmonix und 10 in Evolénel. Weiters wurden 1000 Schadenlawinen aufgezeichnet, die Infrastruktur oder Siedlungsbauten zerstörten. Die Katastrophenlawine in Galtür 1999 wird als Jahrhundertereignis in der Fachwelt betrachtet. Nicht nur die Lawinenforschung widmete sich der Lawinenkatastrophe von Galtür. Auch psychotherapeutische Erkenntnisse wurden von Studien an Überlebenden des Lawinenunglücks abgeleitet. Vor allem ein interdisziplinärer Forschungszugang hat sich bei dieser Fallstudie als zielführend erwiesen (Rieken 2015: 9). Ähnliche Ereignisse, die im Durchschnitt alle 100 Jahre einmal vorkommen, waren die Lawinenwinter 1951, 1808, 1720, 1689 und 1566. In den Lawinenwintern bis 1951 waren verhältnismäßig wenige Personen gefährdet. Die Erkenntnisse aus dem Katastrophenjahr 1999 haben den Umgang mit Lawinen bis in die Gegenwart geprägt (Land Tirol 2000: 17). Man erkannte, dass die aufgestellten technischen Schutzbauten in der richtigen Dimension errichtet wurden und wenig unberechenbare Lawinen abgingen (Schweizer 2000:1). Jene unberechenbaren Lawinenabgänge waren die großen Katastrophenlawinen, die jedoch letale Folgen hatten. 1999 hat in Erinnerung gerufen, dass es in einem alpinen Lebensraum keine totale Sicherheit gibt (Bätzing 2000: 5). Außerdem hat sich gezeigt, dass dem integralen Konzept der Lawinenprävention in der Praxis hohe Bedeutung zukommt. Man versteht darunter eine Kombination unterschiedlicher Maßnahmen und die Einbindung lokaler Experten. Auch wurde die Lawinenprävention im Schneesportbereich nachhaltig verbessert. In der Schweiz wurden die Ausbildungs-CD „White Risk“ sowie ein Koordinationsorgan zur Lawinenprävention im Schneesport geschaffen. Lawinenwarnungen wurden ausgebaut und die Gefahrenstufen für Laien graphisch aufbereitet. Lawinenwarnungen richten sich nun gezielter auf die betreffende Benutzergruppe. Touristen reagierten sehr unterschiedlich auf katastrophale Lawinenereignisse wie in Galtür 1999. Ausländische Touristen mieden eher das betroffene Skigebiet als inländische Touristen. Der Tagestourismus brach nach dem Lawinenereignis massiv ein, erholte sich aber relativ rasch. Der wirkliche Tiefpunkt für den Tourismus in den betroffenen Gebieten setzte etwa ein Monat danach ein. Gäste brachen den Urlaub ab oder wichen in andere Skigebiete aus (Nöthiger 2004:1). Den Lawinenwinter 1999 in Galtür als Referenzereignis für die damalige Lawinensituation in den Alpen zu verwenden ist nicht objektiv. In Davos hatte die Wahrnehmung des Lawinenwinters eine andere Ausgestaltung. Davos war zwischen dem 23.02. und dem 25.02. 1999 nicht über Zugverbindungen und Straßen erreichbar. Für Hotelbesitzer ergaben sich indirekte Kosten (Mindereinnahmen) in der Höhe von 3,52 Mio. Franken. Direkte Lawinenschäden wurden auf 102000 Franken beziffert (Nöthig und Amann 2001:4). Daraus ist abzuleiten, dass zwar die höchste Lawinenwarnstufe ausgerufen wurde, Pisten und Verkehrswege gesperrt wurden, aber keine Katastrophenlawine abging. In der Untersuchung wurden sowohl einheimische Tourismus Treibende als auch Gäste befragt. 80 % der Einheimischen rechneten trotz der Schäden in Millionenhöhe und Imageverlusten mit keinen negativen Auswirkungen für die Saison 1999/2000. Auch die Mehrheit der Gäste gaben an, in den Urlaubsort zurückkehren zu wollen (Nöthig und Amann 2001:8). Das Fallbeispiel Davos eignet sich außerordentlich gut, um die gesellschaftliche Wahrnehmung von Lawinen zu studieren. Die Studie zeigt, dass die kollektive Wahrnehmung von Lawinengefahr stark von medialer Inlands- und Auslandsberichterstattung abhängt. 90 % der befragten ortsansässigen Wirtschaftstreibenden waren mit der negativen Berichterstattung 1999 derart unzufrieden, dass sie die Errichtung einer professionellen Pressestelle bei „Davos Tourismus“ forderten. Auch unter den befragten Gästen zeigte sich, dass jene Urlauber, welche die Lawinensituation vor Ort erlebt hatten, trotzdem wieder nach Davos reisen würden. Jene Personen, die die Ereignisse in den Medien verfolgten, gaben an nicht oder nicht mehr nach Davos kommen zu wollen. Man kann den Schluss ziehen, dass die Medien ein viel gefährlicheres Bild der Situation entwarfen, als vor Ort wahrgenommen wurde (Nöthig und Amann 2001:13). Lawinen wurden seit den 1960iger Jahren am Intensivsten beforscht. Moderne Lawinenprävention sieht sich jedoch mit einem neuen zeitgenössischen Phänomen konfrontiert. In den letzten 10 Jahren stieg das Interesse an Skitouren und dem Freeriden unter Wintersportler stark an. Freeride Skiing, eine Form des Skifahrens bei welchem der Sportler abseits der Piste abfährt und die steigende Beliebtheit des Tourenskisports, der sich ebenfalls abseits des gesicherten Skiraumes abspielt, setzen vor allem junge Menschen der Lawinengefahr aus. Um die Sicherheit jener Menschen zu erhöhen, die sich bewusst abseits der Skipisten bewegen, wurden seitens der Lawinenwarndienste, der Alpenvereine und der Tourismusbranche Initiativen gestartet, um das Wissen über Lawinen bei der Einzelperson zu erhöhen. Seitdem setzen Lawinenlehrgänge und diverse Ausbildungsworkshops auf Eigeninitiative. Dies markiert den letzten großen Schritt der anthropogenen Wahrnehmung von Lawinen. Neu an diesem Ansatz ist, dass zusätzlich zu technischen und prognostischen Mitteln der Lawinenprävention auch das individuelle menschliche Urteilsvermögen herangezogen wird, um eine sichere Entscheidung während der Ausübung der Wintersportart zu treffen. Berichte von Überlebenden einer Lawine sind selten medial verbreitet anzutreffen. In den wenigen bekannten Berichten von Lawinenopfern wird oft von dem Gefühl des Ausgeliefertseins berichtet. Aus dem Jahr 1954, wo im Walsertal binnen wenigen Wochen 200 Lawinen abgingen, ist eine besonders skurrile Geschichte überliefert. Nachdem in Vorarlberg zwei Tage nach dem Lawinenabgang eine Frau lebendig geborgen wurde, war sie von einem Schweizer Arzt nach ihrem Gesundheitszustand gefragt worden. Die Frau entgegnete: „Du bist aber kein Vorarlberger!“ Die Frau ist 6 Tage danach ihren Erfrierungen erlegen (Holzer 1955:416).
Abschließend kommt man zu der Erkenntnis, dass sich das Lawinenbild über die Jahrhunderte stark geändert hat. Das mittelalterliche Lawinenbild war geprägt von mystischer und religiöser Vorstellungen. In der Neuzeit begann man im Alpenraum erste Verbauungen zu errichten und die Prozesse hinter Lawinen zu verstehen. Im 20 Jahrhundert wiederum fand eine stark wissenschaftliche geprägte Auseinandersetzung mit Lawinen statt, was sich auf die kollektive Lawinenwahrnehmung niedergeschlagen hat. Das zeitgenössische Lawinenbild hat einen stark sportlichen Zugang und setzt eine Auseinandersetzung des Einzelnen mit Lawinenprävention voraus.

Literaturverzeichnis:

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Holzer, Franz Josef (1955): Zur Lawinenkatastrophe in Blons, Innsbruck: Deutsche Zeitschrift für gerichtliche Medizin, Bd. 44, S.415-417.
Hubmann, Bernhard (2012):Geologie und Kriegsdienst: Robert Schwinner und der Kriegsschauplatz Judikarien 1915 bis 1918, Wien: Berichte der Geologischen Bundesanstalt, Band 96, S. 25-18.
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Luger, Kurt und Rest, Franz (2002): Der Alpentourismus. Konturen einer kulturell konstruierten Sehnsuchtslandschaft, S. 11-46 in: Der Alpentourismus. Entwicklungspotenziale im Spannungsfeld von Kultur, Ökonomie und Ökologie, Luger und Rest, Studienverlag Innsbruck.
Rieken, Bernd (2015): Wie bewältig man das Unfassbare, Interdisziplinäre Zugänge am Beispiel der Lawinenkatastrophe von Galtür, Münster: Waxmann Verlag GmbH.
Schweizer, Jürg (2000): Lawinenprävention in der Schweiz-Entwicklungen seit dem Lawinenwinter 1999, Davos: WSL- Institut für Schnee- und Lawinenforschung, SLF.
Tschofen, Bernhard (2002): Tourismus als Alpenkultur? Zum Marktwert von Kultur(kritik) im Fremdenverkehr, S.87-104 in: Der Alpentourismus. Entwicklungspotenziale im Spannungsfeld von Kultur, Ökonomie und Ökologie, Luger und Rest, Studienverlag Innsbruck.
Nöthiger, Christian J. (2004): Naturgefahren und Tourismus in den Alpen-untersucht am Lawinenwinter 1999 in der Schweiz, Zürich: Alpine releve.
Nöthiger, Christian und Amann, Walter (2001): Die Auswirkungen des Lawinenwinters 1999 auf die Betriebe und Feriengäste in der Gemeinde Davos (Kanton Graubünden. Interner Bericht. Nr. 744, Davos: Eidg. Insitut für Schnee und Lawinenforschung.
Wiesinger, Thomas und Adams, Marc (2007): Schnee und Lawinen in den Schweizer Alpen. Winter 1998/1999. Wetter, Schneedecke und Lawinengefahr. Winterbericht SLF. Davos, Eidg. Institut für Schneeund Lawinenforschung SLF. 233 S. [+CD–Rom]

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Kommentare

13. Feb 2016

Eigentlich hab ich von Lawinen ja wenig Dunst:
Doch dieser Text fasziniert! Das ist schon Kunst...

LG Axel

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