Das Ende vom seltsamsten Lied der Welt

Bild von Alf Glocker
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Die erste Strophe des Liedes „Kata“ beginnt immer mit den Worten: „Das ist ja eine!" Früher wusste allein die Natur wie das Lied geht, aber mittlerweile schreibt „der Mensch“ die tollsten Texte dazu – man kann sogar sagen: Überall wo er geballt auftritt, wird bereits begeistert gesungen!

Manche halten den Vorgang jedoch nur für die Intonierung eines Liebesliedes, weil die Sänger einfach, ganz unbewusst, den Chor vergrößern … Beglitten wird das Lied dann vom Lagerorchester „Arbeit macht unfrei“ und dem Trompetenensemble „Sklavenmarkt“, aus Gottesstadt an der Schmeiß, mit dem berühmt-berüchtigtigen: „Realitüü, Realitää, Realitäterätätätää!"

Und alle Prozellanelafanten der weit verstreuten Unfeinkostladenkette „Hungerhaken“ stimmen mit ein. Die Felder sind also bestellt … wann sie geliefert werden, ist absehbar. Nur die drei Affen wissen wieder einmal von nichts, alles besser, oder überhaupt nur das Wichtigste!

Kata-Strophen dürfen heute überall gesungen werden. Sie sind die Nationalhymne der Welt. Jeder Beteiligte, der keine Ahnung hat, warum er zum Chor gehört, darf einen neuen Reim dazu beitragen. Einzige Bedingung: Er muss sich vernichtend auswirken … entweder auf ihn, oder auf alle, oder auch nur auf die Welt im Allgemeinen. Und, was soll man sagen?! – jeder macht gerne mit!

Irgendwie bestimmt „der Mensch“ ja sein Schicksal selbst, weil es keines gibt, höchstens bei Wahrsagern, aber die lügen alle wie gedruckt. Man darf nur nicht in eine Ausnahmesituation kommen, wie eventuell in ein Krankenhaus mit Keimen, mit Ärzten, die sich in der Diagnose irren, oder in den Straßenverkehr …

Wenn man zufällig nicht mehr ausweichen kann, dann ist das fatal (Übersetzung: schicksalhaft). Sollte man, zusammen mit Terroristen, in einem Flugzeug sitzen, oder mit ihnen im gleichen Land wohnen, dann kann man natürlich auch nicht ausweichen, aber das bestimmt man selbst, oder so … wie man eigentlich alles selbst bestimmt, nur das halt nicht, was mit einem passieren kann.

Wenn man einmal ganz genau hinschaut, dann ist es auch nicht gut, in einem Erdbebengebiet zu wohnen, oder etwas zu essen, das von vergifteten Feldern kommt. Selbstverständlich haben wir bei allem die Wahl – wir können uns entscheiden, ob wir überhaupt noch etwas essen und trinken, oder eben nicht!

Sogar in der Liebe lernt man die Strophen des Liedes „Kata“ zu singen. Da meinen wir, wir müssten jetzt unbedingt einen sogenannten „Partner“ für alles haben und später fragen wir uns dann, ob wir vielleicht nicht ganz bei Trost waren. Und komischerweise fragen sich das meistens beide gleichzeitig. Das ist entzückend und geradezu ein Gleichnis für alle vernünftigen Entscheidungen, die wir treffen.

Hier ein Tsunami, dort ein Hurrikan, da ein kleiner Atomkraftwerksunfall, der aber glücklicherweise nur alle 30 000 Jahre vorkommt, dort ein Geisterfahrer (der von Geist so viel Ahnung hat, wie ein überzeugter Glaubensjünger vom Gespenst der freien Philosophie) … und überall diese Wägbarkeiten …

Wägbarkeiten sind der wichtigste Anteil der globalen Kata-Hymne. Sie erstrecken sich auf die Umstände im Allgemeinen und im Besonderen. Und weil ALLE Menschen ja so furchtbar vernünftig sind, kann sie jeder beurteilen. Deshalb sind sie ja auch so ungefährlich! „Jeder ist seines Schmiedes Glück, er muss nur den Amboss spielen." Dann wird das Eisen heiß und die Erde rund, obwohl sie doch eine Scheibe ist. Nebenbei muss der nichtvorhande „Geist“ aber gereinigt werden.

Und selbst hierbei begegnen wir den beiden liebgewonnen Silben Ka und Ta, in der Katharsis, der „Reinigung“. Womit der Kreis geschlossen und der Bogen endlich überspannt ist – denn das Ende vom Lied verlangt auch eine Lösung. Sie liegt im Glauben – wo denn sonst – an die helfenden Kräfte tragender Reime, die dem Ganzen einen Sinn verleihen … den Un-Sinn!

Wie jedes Orchester braucht auch das Orchester der Welt einen Dirigenten. Ein Lied hat es schon … das mit den Worten „Das ist ja eine“ beginnt, eine Melodie hat es ebenfalls: Realitüüü, Realitää, Realitätäterätätää … Nun ist auch noch der Dirginet erkannt. Er hat sich durch den Sinn geoutet – der übrigens so langsam überall zu erkennen ist … von allen …

Außer von den drei Affen, die symbolisch für nahezu 8 Milliarden Exemplare stehen, die durchgehend von nichts eine Menge Ahnung haben, aber sich großsspurig die Ohren zuhalten, die Augen bedecken und den Mund verschließen, damit sie weiterhin an Murphys Lolow festhalten können, ohne bewusst in Ohmacht fallen zu müssen. Denn nichts ist schlimmer als bewusst wahrzunehmen, daß man ohnmächtig ist. Denn die erste Strophe des Liedes „Kata“ beginnt immer mit den Worten: „Das ist ja eine“. Aber das ist dann auch das Ende vom Lied!

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Kommentare

13. Jul 2018

Bald gibt's ja keine AFFEN mehr!
(Ganz ohne Vorbild - das wird schwer ...)

LG Axel

14. Jul 2018

Ohne Affen geht es nicht
sie sind für uns das größte Licht!

LG Alf