Die Gegensalbung

Bild von Alf Glocker
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Und also sprach die Vernunft: „Es gibt viele Religionen und Götter und es gibt viele Völker und Religionen und es gibt ebenso viele Religionsvölker, deren Götter verkünden, daß Friede ihr höchstes Anliegen sei … dennoch führen sie andauernd Krieg!“ Für wen aber ist er dann gedacht, der von den Göttern verkündete Friede? Alle diese Religionen sagen, die Menschen seien vor ihren Göttern gleich, dennoch töten sie Menschen der anderen Völker und der anderen Götter. Sind, so fragt die Vernunft, dann die Götter der Völker nur Vorwände und die Lust der Völker, über andere Völker zu herrschen die Wahrheit?

Wenn ein Gott verkünden lässt, alle seien gleich und der Friede das höchste Gut, trotzdem jedoch in seinem Namen getötet wird, dann stimmt mit dem Gott etwas nicht! Und wenn ein Volk verkündet, es würde sich an die Gebote seines Gottes halten, der verkünden ließ, daß alle Menschen gleich seien, es aber trotzdem, oder sogar des Gottes wegen tötet, dann stimmt mit dem Volk etwas nicht! Seid gewiss: Ein Gott, der sich nicht an die von ihm aufgestellten Gebote hält, ist ein Gott der Unterwelt, der Hölle! Und ein Volk, das sich an die Gebote seines Gottes hält, indem es tötet, ist kein Volk, sondern eine Verbrecherorganisation.

Wenn aber Gott etwas verkörpert, was in der Natur seinen Ausdruck findet, den Krieg ums Überleben, und deshalb auch gleichzeitig um die Vorherrschaft eines Volkes, dann ist er ein listiger Gott, wenn er Gebote verkünden lässt, die nur für jene gelten, die an ihn glauben, oder so aussehen wie „sein“ Volk! Dann nehmt Abstand von diesem Gott und von seinem Volk und lernt beides zu verstehen – das Volk und seinen Gott. Gott wohnt in den Herzen und nicht auf dem Schlachtfeld und Gott toleriert alles … auch andere Götter – weil er sonst nämlich für die Ausrottung all derer sorgen würde, die andere Götter anbeten. Das ist eines Gottes nicht würdig!

Gott erfüllt, er zerstört nicht! Wenn aber ein Gott ein Gott der Zerstörung und der Intoleranz, anderen Göttern und anderen Völkern gegenüber ist, dann muss er selbst zerstört werden! Nur in der Zerstörung zerstörerischer Götter kann die Freiheit liegen, die all jene nicht duldet, die zerstörerische Götter anbeten und zerstörerischen Völkern angehören, um die zu beschützen, die keinen Gott anbeten! Gott ist entweder überall oder nirgends! Gott ist groß in allen Kleinigkeiten, er besitzt keine Seelen, er muss auch keine Menschen missionieren, da alle Menschen vor ihm gleich sind. Er übt eine Barmherzigkeit aus, die einem Umstand gleichkommt, als würde er gar nicht existieren.

Das sind die wahren und wirklichen Eigenschaften eines höchsten Wesens, „Gott“ genannt, dem man in Frieden folgen kann. Jeder Vernünftige ist sein Prophet, sein Gesandter auf Erden, sein Sohn, sein lebendiges Abbild, im Rahmen einer Schöpfung, die nach Höherem strebt. Gott macht immer Platz, wenn er einen Sohn, einen Gesandten, oder Propheten gefunden hat, der in seinem, oder keinem Namen die Vernunft preist, als seinen EINZIGEN und unveränderbaren Willen im Universum! Gott ist in uns, ganz von selbst, oder niemals, denn er ist das Licht und das Leben – überall dort, wo man fähig ist, den Geist anzuerkennen!

Stifte - Titel: Gottes Ohr in der Wildnis
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Kommentare

15. Sep 2017

Und Deckel drauf und ab damit!
Die halten mit der Zeit nicht Schritt!

LG Alf