In Betrachtung des Grüns (hinter den Ohren)

von Alf Glocker
Mitglied

Alles lassen … nein, nicht alles sein lassen: alles lassen wie es ist! Blöder geht’s immer! Sagen wir es unverblümt: Ein Genie ist wie ein Genie ist! Zwar kommt es nicht vor, weil der Mensch heutzutage schließlich gebildet ist und Genialität zu einem artfremden Begriff macht, aber dafür darf jeder bleiben wie er ist – und WAS er ist. Verbrecher dürfen bleiben, Arschlöcher dürfen sich ausleben, Hauptsache es macht noch irgendwer Kinder, denn Kinder sind das Brot, die Butter und das Salz der Erde. Und solange sie klein sind, sehen sie doch alle so niedlich aus. Sogar die kleinen Giftschängelchen sind doch sooo niedlich, und die Vögelspinnchen erst, und dann noch die Kreuzteufels Dämönlein …

Mein Gott, was können denn die Kinderchen dafür, daß sie später einmal werden wie ihre Altvorderen?! Dafür gibt es doch die Toleranz! Hier ein Toleränzchen, da ein Toleränzchen, und dann kommt das Todestänzchen, aber das kriegen wir doch auch noch hin, nichtwahr?! Wo doch alle so nett sind. Kommt in das große Erdenhaus und lacht euch vor dem Spiegel aus – bald werdet ihr Vampire sein, dann seht ihr euch, trotz Kerzenschein, in keinem Spiegel nimmermehr. Jawoll, die bleiben dann ganz leer. Und trotzdem ist noch jemand da … wir sangen einst „Bumsfallera!“ Aber Traditionen sind Gold wert. Alle natürlich – da darf man keinen Unterschied machen … gaaar keinenenen. Neien!!!

Alle dürfen was alle wollen, wenn alle denken, daß das alle glauben, dann sind wenigstens die meisten im Arsch, nur die Schlauen haben überlebt! Was sagt uns das? Richtig: nichts! Denn hätte uns jemals irgendwas was gesagt, hätten wir jemals Augen und Ohren geöffnet, dann wäre diese arme kleine Welt Träger von mehreren Millionen Kriegstoten zusätzlich, die überlebt hätten, und einige Oberschweine bräuchten sich erst gar keine hässlichen Gedanken, in denkender Stellvertretung für andere Millionen Nichtdenker machen, daß die Steuerzahler ausstürben! Aber die dürfen das ja auch, ebenso wie wir tun und lassen dürfen was wir wollen, wenn es uns nur schadet!

Redet doch keine so furchtbar schrecklichen Dinge, wie, „Mein Gott wenn dieses Rachegeschöpf der Natur jetzt auch noch überlebt, dann hat es wieder 12 Kinder und wer soll dann die durchfüttern? Doch nicht etwa die, welche in ihren ehemals angestammten Ländern andauernd Spenden dafür gesammelt haben, daß einmal die, für sie sie gespendet haben, kommen und sie zum Dank vertreiben? Nun gut, dann löst sich das Problem der Überbevölkerung ja bald von selber: Wo kein Spender, da kein Bumser! Keiner wird sich mehr um diese uralten Miseren kümmern, wie Hunger und Not. Das hat was, das erübrigt später dann wahrscheinlich auch, daß wir noch Steuerzahler brauchen. Wofür denn?

Machen wir also alles gleichzeitig – und überall? Nein, überall selbstverständlich nicht! Alles gleichzeitig zu machen geht ja nur dort, wo man sich nichts aus der Überhandnahme und aus der Landnahme durch Dämönchen macht. Dort, wo sie herkommen, ist leider verboten, alles gleichzeitig zu tun … Gott zu loben und den Teufel fröhlich mit dazu … nichts zu futtern zu haben, aber 30 Frauen. Das reicht doch zum Überleben. Und wie das reicht! Man feiert Feste! Aber natürlich nicht dort, wo es eben einfach nicht reicht, sondern genau dort, wo man alles gleichzeig tun kann: alles denken, alles glauben, alles lieben (auch Kleinlebewesen, die noch gar wissen, was eben diese „Liebe“ ist) und alles töten, was grade nicht ins Konzept von Vampiren passt! Lach!

So kann man glücklich werden … Ja, und verginge keine Zeit, und würden aus Dämönchen – ach sind die nett, geradezu entzückend – nicht ausgewachsene Dämonen werden, die ihren Eltern zum Verwechseln ähnlich handeln und denken, dann wäre auch alles gut. Aber leider, aber leider, folgt auf einen Schachzug ein weiterer! Die Situation auf dem Brett verändert sich, je nach der Strategie des späteren Verlierers, Zug um Zug. Die Zeit rauscht vorbei, das Glück wird zu Glas und plötzlich sind alle Träume, alle schönen Eindrücke zerbrochen, wie der Krug, der nicht ewig zum Brunnen geht. Harharr! Nur – man braucht dafür eben keinerlei Toleränzchen, sondern eine ausgewachsene Begabung zur Betrachtung, die niemals zu verwechseln sein sollte mit rosafarbenem Selbstbetrug, oder massivem Ohrengrün!!

Veröffentlicht / Quelle: 
auf anderen Webseiten

Buchempfehlung:

536 Seiten / Taschenbuch
EUR 16,80
284 Seiten / Taschenbuch
EUR 11,80
Rechtshinweis:
Für diesen Beitrag ist eine unkommerzielle Nutzung erlaubt, alle Rechte verbleiben jedoch beim Autor/bei der Autorin.

Interne Verweise

Kommentare

18. Mär 2018

Ach, Traditionen sind doch schön!
(Das kann man schon beim Stierkampf sehn ...)

LG Axel

18. Mär 2018

Den Stierkampf seh ich liebend gern -
er ist Symbol für diesen (dummen) Stern

LG Alf