Der Schlund aus Schweigen

von Alf Glocker
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Wir schweigen uns in einen tiefen Schlund aus Ärger, wir werden nie mehr froh wenn sie uns schlagen, wir kennen uns zwar aus, doch sind wir schwach. Wir wollen keinen Ausfall für die Freiheit wagen – wir denken nach und denken nach und denken nach! Doch wenn nichts dabei rauskommt, sind wir tot! Die „Herren“ aus den oberen Etagen freu'n sich schon ... Und das Gerangel um das täglich gute Brot, erstickt bereits in argen Sabotagen.

Es darf sich niemand wehren, der was weiß! Sonst wird er gleich ermahnt, er sei verdorben. Der kleinste Anlass ist dafür schon ein Beweis. Da wird doch lieber für die Ruhe dann gestorben! Man denkt sich eine Garantie aus reinem Glauben - „Normalität“ wird einfach angenommen. Doch die uns unseren Frieden schändlich rauben, die geben sich bewusst verdeckt - verschwommen!

Sie tarnen und sie täuschen wo sie können, doch wenn sie unter sich sind sagen sie es klar: „Die Deppen werden schon in Bälde kläglich brennen!“. Und nur was so verschwiegen wird, ist wahr! Doch UNSER Schweigen ist die ganz gemeine Lüge, die wir uns selbst zu jeder Zeit verpassen. Geboren sind der Bock und seine Ziege um uns zu überschwemmen, ganz, in Massen! Wir dürfen es nicht einmal leis' erwähnen, obwohl wir uns nach der Befreiung sehnen.

Die Welt hat die vergessen, die sich mühen! Sie liebt nur noch die Leute mit dem Geld und jene, die in dummen Leidenschaften glühen, die keiner braucht auf dieser schnöden Welt! Bald sind wir davon feurig übergossen, wir glauben ja nicht was wir sehen. Da wird gemordet und da wird geschossen – wir ignorieren es, vom Kopf bis zu den Zehen ... Das heißt, wir kennen uns nie selber so genau, daß wir sie richtig deuten können, die verdorb'ne Schau!

„Charakter“ nennen wir das Leisetreten und unsere Feigheit soll man noch als Vorbild anerkennen. Wir glauben nicht und schätzen jene die da beten, obwohl uns weite Welten voneinander trennen. Und darum akzeptieren wir auch Rituale, die grausam sind und gegen die Vernunft. Das ist an uns das Wundervoll-Fatale: wir streben viel und haben keine Zukunft! Was wir für unumstößlich richtig halten, ist ein perverses Artverhalten!

So werden wir denn gehen, von der Scheibe, die andere „Erde“ heißen, die zufrieden sind mit wenig Raum und einer Bleibe, die niemand etwas Gutes bieten kann, denn Fantasie ist da wohl gar nicht inbegriffen! Genau deshalb ist alles Leben ärmlich dran, und auf die Frage „wann ist Fortschritt?“ kommt die Antwort „nie!“. So kann und darf die Menschheit nicht verfahren, sonst wird nichts besser, nicht in 1000 Jahren!

Voll abgewandt von aller Einsicht in die Folgen, die unser Treiben hat, weil wir zu wenig sagen, verdunkelt sich der einstige Sternenhimmel mit den schwarzen Wolken, die man schon sehen kann, wenn man die Augen öffnet. Sie ziehen dort am Horizont herauf ... Was soll uns denn der Unfug taugen, der halt nur schöngeredet wird? Man nimmt ihn brav in Kauf und eines Tag's, da überschreitet man die Schwelle und wundert sich: Denn plötzlich steht man in der Hölle!

der Kampf gegen die Ignoranz
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