Wie ich den Ausstieg aus der Atomenergie verursachte

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Vor einiger Zeit kaufte ich einen Liter Milch im Laden nebenan .
Der Kassiererin passierte ein Missgeschick , die Flasche fiel auf den Boden und zerbrach .
Der Ladenbesitzer kam und schrie seine Angestellte an .
Die ging weinend nach hause , erzählte dies ihrem Ehemann . Der kehrte sofort mit seiner Frau in den Laden zurück und entfachte einen Streit mit dem Besitzer.
Dieser schrie am abend , immer noch erbost , seine Frau an , wegen irgendwas . Die schrie zurück , er solle sich erst mal rasieren und er sähe lächerlich aus mit dem Toupet .
Im Laufe des Streits schrieen beide ihren Sohn an, der daraufhin am nächsten Tag einen Mitschüler verprügelte.
Dem Schulpsychologen erzählte der Bengel von dem Streit seiner Eltern , der Psychologe wiederum redete mit seiner Frau über diesen Fall , und diese schrieb daraufhin in einer Zeitung einen Artikel über Gewalt in der Schule , speziell über gewalttätige Kinder von schlecht rasierten , Toupettragenden Ladenbesitzern .
Obwohl sie keine Namen nannte , erkannte ein Waffenfabrikant aus der Nachbarstadt in dem Artikel seinen guten Freund wieder , mit dem er noch vor ein paar Tagen einen getrunken hatte , und dem er schon öfter gesagt hatte, er solle sich doch mal richtig rasieren .
Um seinem Freund beizustehen beschwerte sich der Waffenfabrikant bei dem Herausgeber der Zeitung . Der Artikel würde schlecht rasierte , Toupettragende Ladenbesitzer verunglimpfen .
Der Herausgeber schrieb nur: “ Und ihr verkauft Waffen an Saudi Arabien!”
Dort wurde man hellhörig und nahm sofort Kontakt auf .
Später sagte der Waffenfabrikant in einem Interview : “ Da inzwischen sowieso schon alle denken wir würden Waffen dorthin verkaufen , es also garkein Geheimnis mehr ist , können wir es ja jetzt auch wirklich tun”.
Die Geschäfte laufen inzwischen nicht schlecht .

Einige Zeit später wurde im Internet verbreitet, niemand weiß von wem, dass die Regierung eigentlich schon lange gegen Atomkraftwerke sei.
Als nach ein paar Wochen der Regierung klar wurde, dass das jetzt alle dachten, sagte sie sich: „ Na wenn das sowieso schon alle denken...“
Morgen werde ich verbreiten, dass die Regierung gegen Waffenlieferungen nach Saudi Arabien sei. Mal sehen, wie lange es dauert ….
Falls es nicht klappt, kaufe ich jetzt vorsichtshalber jeden Tag eine Flasche Milch, wobei ich die Kassiererinnen manchmal ein wenig von ihrer Arbeit ablenke …man weiß ja nie…

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