Ehrenamtlich engagiert - Page 153

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ist nicht Christophers Gefährte, sondern der schwachsinnige Fahrradfahrer, der viele verständliche Fragen mit derselben Antwort erläutert. – Fragt den Kerl bloß nicht: wieso seine Wange so stark blutet!«
Erzählte Peter die Wahrheit, die den Grund kennt: wieso Philipps Wange das Blut auf die Welt bringt.
»Ist das etwa der Einbrecher, der aus deinem Haus deinen Fisch entwendet hat?«
Fragte Lennart, und eine altbekannte und fachkundige Stimmung der Suchmannschaft wird jetzt zum Leben erweckt.
»Nicht nur meinen Fisch hat dieser Pirat aus meinem Besitz entwendet, sondern auch mein Fahrrad, das ich auf einem Flohmarkt erworben hatte.«
Antwortete Peter.
»Äh, Epileptiker, der unter psychotischen Wahnvorstellungen leidet! – Was sagen deine imaginären Elfen zur diesen moralistischen Prinzipien, die wir seit heute überall mit uns herumschleppen?«
Befragte Andreas Philipp, der trotz der Angst noch das Reden beherrschen kann.
»Ich verstehe überhaupt nicht, wovon ihr sprecht … Doch die Elfen sagen mir gerade: dass euer gesuchter Mann noch heute viel Frieden, Geld, Freiheit und die alte Liebe finden wird. Auch viele reiche Autos wird der gesuchte Mann bekommen!«
Sprach sehr einleuchtend Philipp, und seine Aussage kann allein Christopher mit innerer Erleichterung empfangen und begreifen.
»Was? Hahaha! – Reichtum, Autos und Liebe! An deiner Stelle würde ich dringend einen Nervenheilkunde-Arzt aufsuchen.«
Schilderte Andreas, und die gesamte Suchmannschaft ist am Lachen, weil sie nicht zu begreifen vermögen, dass die Elfen in jedem Punkt recht haben.
»Poet, wieso ist der Pool so schwarz geworden wie deine Seele? – Wolltest du als Wiedergutmachung Peters verseuchten Angelsee neu eröffnen?«
Fragte unerbittlich Lennart, der durch das verfärbte Wasser nicht das Versunkene erkennen kann.
»Nein, ich wollte eine Arche errichten …«
Antwortete friedlich und leicht humorvoll Christopher.
»Arche … Da du so leichtgläubig bist, wirst du anstandslos wissen, dass ein zerbrochener Spiegel seinem Zerstörer eine lange Pechsträhne bringen wird. – Oh, ja, Poet! Wir wissen, dass du das Portal in Michaels Bar nicht zerstört hast. Es war nur ein gewöhnlicher Spiegel, der dir zum Verhängnis wird.«
Offenbarte Andreas diese wohl ausgelegte Tatsache, die womöglich ihre Entstehungs-Wurzeln irgendwo in den erdachten und spekulativen Berechtigungen festhalten, und für die berechtigte Rechtfertigung wird zum Glück Philipp von der Pechsträhne und dem Aberglauben nicht festhalten, sondern von der festen Bekenntnis zur Sinnwidrigkeit geschützt und verteidigt. Daher nimmt der Drogenjunkie Philipp ergreifend und unerwartet seine Beine in die Hand, und ergreift eine von Christopher frühere vorgeschlagene Flucht, die ihn fluchtartig zum Wegrennen bringt.
»So ein Scheiß! – Haltet den Piraten auf!«
Schrie rasend Lennart, der genau wie die Suchmannschaft Philipps rasende Flucht mitbekommen hat, und ob Philipp sein einkommendes Versprechen gegenüber Christopher einhalten wird, werden unzweifelhaft bloß die Elfen bestätigen können.
»Nein, der Epileptiker soll ruhig fliehen! – Für ihn haben wir keine Verwendung.«
Verkündete unweigerlich Andreas, und förderlich bleibt Christopher in der einsamen Situation, die abfordernd seinen alten und bereits geschaffenen Plan sehr dringend benötigt. Wie dringend das Nachrücken des Plans hier gefordert ist, können auffordernd und angstschlotternd die zwei Tesaband-Rollen bestätigen, und somit muss Christopher durch Reden und Plaudern sich jenen passenden Zeitpunkt verschaffen, der den geschaffenen Plan durch Zufall oder Schicksal hierher beschaffen kann.
»Wie ist Jürgen ums Leben gekommen? – Sein Blut-Husten war lebensgefährlich. Andreas, hat er von dir eine medizinische Behandlung abbekommen, die all seine Organe geplündert hat?«
Fragte zeitverschwendend Christopher, und dennoch bleibt seine ausgesprochene Frage von vielen anspruchsvollen Hintergrundgeschichten bestückt.
»Im Angelsee hat Jürgen das Zeitliche gesegnet. – Als wir die zwei Tresore vor dem See aufs Auto laden wollten, ist Jürgen versehentlich ins verseuchte Wasser gefallen. Seine letzten Worte waren: Bringt den verdammten Christopher für mich um. Somit kann man unter allen Umständen sagen: Jürgen ist heute deinetwegen gestorben.«
Antwortete ruhig Andreas mit vielen Notlügen.
»Hahaha! – Was hattet Ihr mit den Tresoren vor?«
Erkundigte sich lachend Christopher, weil er wahrlich unwissend ist, welches Abenteuer die „Hummer H1”-Mannschaft aus ihrer Sicht erlebt hat.
»Die zwei Tresore und die Meerjungfrauen haben wir schon auf dem Schrottplatz entsorgt. Heute sind echt viele schlimme Sachen passiert! – Hahaha!«
Schilderte lachend Andreas, weil sein Glaubensbekenntnis ebenfalls an Enthusiasmus glaubt.
»Und die ‚Fleetwood Mac‘-Band? – Was ist mit der Band geschehen?«
Sprach Christopher und wartet durch die Redezeit, bis sein Plan sich zeigt.
»Ach, die Band … Laut den Ergebnissen, die wir von dem Krankenwagen-Team erhalten haben, sollen es die verseuchten Fische und chemischen Erdbeeren gewesen sein, die die Band sehr tiefgreifend erwischt haben. Eine Lebensmittelvergiftung ist und bleibt eine hinterhältige Vergiftung, die aus deinen heuchlerischen Absichten entstanden ist. – Viele Menschen wollten die Band und ihren Auftritt nach deiner verlogenen Rede erleben. Somit hast du heute auch vielen Menschen den Spaß geraubt! – Sag uns, wieso musste ausgerechnet die Band deine Bösartigkeit mit Leib und Seele erfahren?«
Redete Andreas, der zu Christophers Glück sehr gesprächig ist.
»Unter Ehrlichkeit kann ich euch berichten, dass die Erdbeeren und Fische für euch gedacht waren. Sollte eine Absicherung für meine Vergeltungs-Reise werden. – Lass mich raten: Mein ‚Carl Spitzweg‘-Gemälde wurde von euch bereits zerstört?«
Vergewisserte sich Christopher.
»Nicht nur! – Deinen Matratzenladen haben wir in Brand gesteckt!«
Antwortete erfreut Andreas.
»Zudem haben wir diesen Brief gefunden, der an die Staatsanwaltschaft adressiert war. Dort hast du viele Wahrheiten niedergeschrieben. – Doch die Rede auf dem Kostümball musstest du ja mit Lügen versauen!«
Verkündete leicht zornig Lennart.
»Ach, der Brief … Der hat wirklich wahrlich seinen Zweck erfüllt! – Habt ihr das Nagelbrett auf dem Weg zum Angelsee bemerkt, oder seid ihr drübergefahren?«
Erkundigte sich Christopher.
»Andreas, warte! – Christophers Fragerei ist sehr verdächtig! Ich glaube, er wartet auf etwas?«
Offenbarte Peter diese Wahrheit.
»Sein Gefährte ist zwar spurlos verschwunden … Und hat bei seiner Flucht den Ziegelstein verloren! – Durch sein Davonrennen haben wir schon erahnt, dass er von unserem Poeten zahlreiche schlimme Geschichten über uns erfahren hat. Daher wird Wesley unseren Poeten nicht retten können.«
Äußerte Andreas sich dazu.
»Hahaha! – Wie dieser Wesley beim Laufen vor Angst geschrien hat!«
Sprach Heinrich.
»Poet … Wie abstoßend heute deine Manieren waren, muss ich nicht unter Beweis stellen. Selbst die Zerstörung der gelben Schaukel, die durch deine Hand verwüstet wurde, lässt sich mit deiner Rede auf dem Kostümball keinesfalls vergleichen. – Dass derart viel Scheiße entstanden ist, haben wir nur dir zu verdanken! Daher werden wir dich jetzt umbringen.«
Verkündete ruhig und überaus ernst Andreas, der mit den zwei Tesaband-Rollen genau auf Christopher zukommt, und zuvorkommend kommt diese beabsichtigte Schicksalswendung, die einwandfrei und zweifellos zur Christophers Plan gehört. Denn hören kann man deutlich, wie die Handys von jedem Mitglied der Vereinigung einen Laut von sich geben, und ergebnisreich kam Christophers Plan zur richtigen Zeit und am richtigen Ort. Beflügelt bleibt jeder aus der Suchmannschaft stehen, erstaunt darüber, wie erstaunlich jedes Handy im selben Augenblick seine Dienste verwirklicht hat.
»Mein Handy klingelt!«
Verkündete Andreas.
»Meins auch …«
Sprach Peter.
»Mein Handy tut dasselbe!«
Schilderte Heinrich, der ebenfalls sehen kann, wie ansehnlich jeder aus der Suchmannschaft dasselbe erlebt.
»Guten Abend, hier ist Andreas! – Wer ist am anderen Ende der Leitung?«
Führte Andreas sein Stimme ins Handy rein, und ein reines Gespräch muss sich Andreas anhören, das er nun der Suchmannschaft verkündet.
»Ja … Ich verkaufe Organe für Patienten in medizinischer Not. – Meine Herren, hier ist eine ältere Dame, die mit mir Geschäfte machen will, weil ihr kranker Ehemann dringend ein neues Herz benötigt. Auch sehe ich am Display, dass mich in diesen Moment noch weitere dreißig Menschen per Handy erreichen möchten!«
Offenbarte Andreas diese Offenbarung.
»Oh! – Massenhaft Menschen wollen meinen Schrottplatz besuchen und dort Luxus-Autos kaufen! Was geht da vor?«
Bemerkte wahrlich erfreut Klaus.
»Auch mich wollen viele Menschen erreichen. – Ein Mann am anderen Ende der Leitung möchte seine Ehefrau bei mir im Angelsee entsorgen. Er möchte mir 15.000 € für das Verschwinden seiner Gattin überweisen.«
Redete begeistert Peter.
»Scheiße! – Ich sehe gerade am Handy, dass mich über hundert Menschen augenblicklich anrufen. Meine Falschgeld-Produktion und der Waffen-Handel sind vermutlich stark anlockend!«
Äußerte Lennart sich dazu, der ebenfalls positiv überrascht wird.
»Oh … Für meine Waschstraße interessieren sich ebenfalls zahlreiche Leute! – Ein Kunde fragte mich gerade: welche Auswahl an Drogen ich anbiete.«
Sprach erfreut Heinrich.
»Poet! – Was ist auf dem Kostümball passiert? Was hast du den Menschen über unsere Vereinigung erzählt?«
Fragte freudig überrascht Andreas.
»Die Menschen haben von mir die nackte Wahrheit erfahren. – Mit Worten kann man vieles erreichen, was die bloßen Taten nie erlangen werden.«
Antwortete ebenfalls erfreut Christopher, der dennoch seine Freude leicht versteckt.
»Ich nehme stark an: Du hast dein Referat auf dem Kostümball nicht unter Lügen ausgeführt?«
Erkundigte sich wahrlich überrascht Andreas.
»Doch! Hahaha! – Mein Nachfolger Axel Christian Englert wird niemals meine Brief-Dienstleistungen ernten können! Die habe ich während der Rede völlig ausgelassen.«
Sagte lachend Christopher, und die ganze Suchmannschaft lächelt, weil eine erfreute Ausstrahlung stets viele Strahlen verbreitet, die strahlend jeden vor Freude anstecken können.
»Nicht ganz, Poet … Auch wenn ich das Vergeben und Vergessen umsetzen kann, ändert das nichts an der Tatsache, dass aus deinem Abenteuer viele Schäden und unschuldige Opfer entstanden sind.«
Schilderte ernst und gefahrvoll Andreas, der nach wie vor die zwei Tesaband-Rollen in der Hand hält.
»Mag sein … Durch Veränderungen ändert sich auch die Betrachtungsweise, die im Nachhinein eine positive Abwandlung akzeptieren kann. Alles führt zu positiven Entwicklungen, wenn man einsieht, dass es eine Veränderung war, die die Betrachtungsweise durch ihr Erkennen bereits umgeformt hat.«
Äußerte Christopher sich dazu.
»Gegen das Schicksal kann man sich nicht wehren, Poet. – Dir ist klar, dass wir dich nicht unversehrt laufenlassen können. Für deine unmoralischen Taten musst du vor Gott geradestehen. Gleich wirst du an der Himmelstür anklopfen und dort nach Vergebung betteln müssen. Ob der Teufel dich erwarten wird, kannst du uns später per Brief mitteilen.«
Sprach empört Andreas.
»Andreas, nein! – Unser Christopher hat zwar einige üble Taten angerichtet, doch nur der Mord an Wolfgang kann Christophers Unschuld gänzlich ausräumen. Und selbst Wolfang ist durch Jürgens Handeln gestorben, und dafür hat Jürgen auf dem Angelsee schon Buße getan.«
Verkündete aufmerksam und achtsam Peter.
»Diese problematische Moral-Entscheidung ist von Komplikationen beinhaltet. – Die Waage der ausgleichenden Gerechtigkeit kann für Christophers Gewissen keine Freilassung arrangieren. Die gelbe Schaukel und die ‚Justitia‘- Göttin können es berichten!«
Schilderte einleuchtend Andreas, der aus dieser Moral-Entscheidung eine selbstsichere und gerechte Selbstjustiz entzieht, die selbstredend für Christopher keine Freilassung erlassen kann, und verlässlich auf seinen Glauben handelt Andreas zusammen mit der Suchmannschaft, die in mannschaftlichem Teamwork Christopher mit aller Gewalt und Mühe zu Boden ringt. Sofort sind die beiden Tesaband-Rollen zur Stelle, die entstellend und schadenfroh Christophers Körper umwickeln und ihm zu einer bekannten Mumie machen, die dennoch das Reden und Sprechen verwirklichen kann. Doch während Christopher von der Suchmannschaft und den Tesaband-Rollen absorbiert und gefesselt wird, verwirklicht er keine betonte Ansprache oder gar eine Rede, sondern schweigt, weil selbst die Gerechtigkeit schweigend und sprachlos sich hier ergeben kann, denn ergebnisreich entsteht alles aus der erblindeten und stimmlosen Folgerichtigkeit, die folglich und beispielsweise sich da ergeben kann, wo etwas entstanden ist, was die Folgerichtigkeit und ihre Schlussfolgerung benötigt hat.
»Nimm den Ziegelstein und binde ihn um Christophers Bauch! – Das schwarze Wasser im Pool wird unseren Poeten gerne kennenlernen wollen!«
Verkündete zornig Andreas.
»Wieso sagst unser Poet nichts?«
Fragte leicht verwundert Lennart, der soeben mit der Tesaband-Rolle den großen gelben Ziegelstein auf Christophers Bauch befestigt hat.
»Wegen der Angst, was sonst! – Poet! Bevor wir dich ins Wasser reinwerfen, möchten wir deine allerletzten Worte hören!«
Schlug amüsiert Andreas vor, der erneut Christophers Entschlossenheit bewundert.
»Lass die Wolken weiterschweben.
Auch Dunkelheit will sich verbergen
und irgendwann auch einfach glänzen.
Vielleicht nicht jetzt, doch sehr bald …

Bald wird ein Blitz die Berge spalten
und auch Berge können weisend warten.
Neue Wege müssen nicht finster bleiben,
sondern durch Lichtkegel sich offenbaren.
Auch ein Sturm kann Licht verbreiten,
wenn Blitz und Donner Wolken spalten.
Vielleicht nicht jetzt, doch irgendwann …«
Sprach leicht rührend Christopher, der zu einer Mumie wurde, auf der ein gelber Ziegelstein fest verweilt; und der ihm zum Verhängnis wird.
»Du bist erbärmlicher, als ich je dachte, Poet!«
Schilderte nachdenklich und lachend Andreas, der nachtragend für Christophers Abenteuer eine Bewunderung in Bezug auf dessen feste und glaubhafte Entschlossenheit entgegenbringt, die dennoch völlig ausgeschlossen hat, dass die Gerechtigkeit eine reine Glaubensansicht und Stellungnahme ist, die stets blind handelt und sich mit jedem fortpflanzt. Und wie behandlungsbedürftig die blinde und sprachlose Gerechtigkeit ist, kann bloß Christopher der Suchmannschaft darauf versessen vorzeigen. Denn vorführend und aufrüttelnd wird Christophers Körper von der Suchmannschaft ins schwarze Schwimmbecken geworfen, und eine reine Aussicht per Rundblick besichtigt geradewegs, wie Christophers bewusster Weg dank des Ziegelsteins in der Versenkung verschwindet, und während der altbekannten Entsorgung und derzeitigen Versinkung bekennt sich frühzeitig die blinde Gerechtigkeit mit der Unwissenheit der Suchmannschaft, die selbstsuchend nie erfahren und mitbekommen hat, dass die nachkommende und von Christopher geschaffene Schlussfolgerung sich noch zeigen wird. Denn ob Bartosch, Benjamin, Dieter, Lukas und auch Phillip ihre nutzvollen und geeigneten Versprechen halten werden, wird die erblindete und sprachlose Gerechtigkeit schon sehr bald verspüren …

Lektor: Axel C. Englert

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