Eine kleine Biografie über meine Beweggründe

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Meine Name ist Ramona. Van Dark ist nur ein Pseudonym. Ich bin vom Beruf Gesundheits- und Krankenpflegerin und arbeite in einer psychiatrischen Klinik. Hauptsächlich arbeite ich mit Menschen zusammen, die eine Abhängigkeitserkrankung haben. Also Alkohol, Medikamente, Drogen. Aber auch mit Menschen die an Begleiterkrankungen leiden wie diverse Persönlichkeitsstörungen, Schizophrenien, Psychosen, Depressionen. Ich habe mich hier angemeldet um über Themen zu sprechen, die wohl viele Menschen betreffen aber niemand so gerne hören will. Geschweige denn darüber reden. Ich rede von Themen, die weh tun, Grenzen überschreiten und vielleicht auch gegen die eine oder andere Moral verstoßen. Dabei wird es nicht selten auch um meinen Job gehen. Mal mehr und mal weniger offensichtlich. Ich habe mir vorgenommen ehrlich zu sein. Das bedeutet auch unbequem zu sein. Bis zur Schmerzgrenze. Vorallem bis zu meiner eigenen Schmerzgrenze und darüber hinaus. Dabei werde ich nicht auf Textform und einen bestimmten Schreibstil achten. Das habe ich auch nie gelehrnt... ;-) Es geht darum authentisch zu sein.
Letztes Jahr habe ich unter dem Namen ''Mona van Dark'' bereits einige Texte veröffentlicht (Sick like me, Auf dem Spektrum falscher Moral und pathologischer Liebe etc.) und in einem schwachen Moment wieder gelöscht. Der ein oder andere erinnert sich vielleicht. Diese Personen werden dann auch wissen was ich meine, wenn ich von Schmerzgrenzen und Tabubruch spreche. Es gibt mehrere Gründe dafür warum ich das mache. Dem einen oder anderem wird es wie eine Selbsttherapie vorkommen. Dem möchte ich auch nicht ganz widersprechen. Aber es geht mir vorallem darum, einen Ort zu erschaffen, an dem die Realität wirklich einen Platz hat. Realität spielt sich nicht da draußen ab. Realität spielt sich vorallem in uns selbst ab.

Warum habe ich meine ersten Texte gelöscht? Weil ich Angst hatte. Ich habe eine Art Doppelleben geführt. Nicht wie bei James Bond oder so. Aber ich habe nicht sehen wollen, was sich wirklich hinter meinen Zeilen verbirgt. Ich ''wollte'' diese Fassade aufrecht erhalten. Nach außen hin. Weil es mir ''Richtig'' vorkam. Ich hatte Angst, mehr nicht. Begründet auf falschen Vorstellungen von RICHTIG, FALSCH, REALITÄT, WAHRHEIT, GUT, BÖSE, KRANK, GESUND. Ich werde diese Worte in den kommenden Wochen auseinandernehmen und in der Luft zerreißen bis nichts mehr davon übrig ist, außer vielleicht eine Idee von dem, was wirklich wahrhaftig ist. Es wird nicht mehr darum gehen, die richtigen Worte zu finden. Es geht darum, ein Gefühl zu vermitteln. Und für Gefühl muss man sich nicht entschuldigen.

Ramona H.

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Interne Verweise

Kommentare

14. Mär 2021

Danke dir Bozena für deine lieben Worte.
Wenn man mit einem Thema konfrontiert wird, welches einem auf unangenehme Weise nahe geht, ist Abwehr eine häufige und auch normale Reaktion. Leider muss man früher oder später feststellen, dass es einen aber nicht weiterbringt, so zu reagieren. Auch wenn es nachvollziehbar ist. ich weiß wo von ich rede...

Das andere Thema ist ''gesetzliche Regeln/Verbote etc und subjektive Moralvorstellungen.''
Moral ist natürlich ein äußert schwieriges Thema. Natürlich gibt es gewisse moralische ''Regeln'' die quasi universalgültig sind.- Mit Recht. Aber in vielen Dingen ist es ein Grauzone. Und die ist eben sehr subjektiv und hat keinen Anspruch auf eine absolute Wahrheit.