Sehnsucht ✓ Sehnsuchtsgedichte, Gedichte zum Thema / Schlagwort

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von Sigrid Hartmann
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von Sigrid Hartmann

Blaue Blume in der Nacht
Hast du vor der Tür gewacht
Warst in dunklen Stunden da
Warst mir in den Träumen nah

Hast die Tage mir erhellt
Hast von deiner Welt erzählt
Tränen haben dich berührt
Hast mich in…

von marie mehrfeld

sanft flatterst Du, unhörbar leicht, Dein Schmettern einem Lufthauch gleicht, als ob Dein Flügelschlag gehaucht, selbst Deine Seele, unverbraucht,

bist himmelfarben, silberblau, ich ahne es, weiß nichts genau, mich trügt der Sinne Schein…

von marie mehrfeld

lauern Gespenster vergilbter Zärte
in Spinnenetzen meiner Gestrigkeit,
du, im Nackten erstarrte Leinwand,

so unbeschrieben und weiß und kalt,
sollst mir hellblaue Bilder spiegeln,
die mich berühren, verführen,…

von Monika Laakes

übermorgen
sterbe ich
und morgen
ebenfalls,
denk ich an gestern,
so hab’ ich für heute
den tod hinter mir,
so viele tode
wie tage,
wo mit schlaf
sterben beginnt.

so lebe ich…

von Else Lasker-Schüler

(Dem Heinz Simon in Frankfurt zur Freundschaft)

Die Sterne fliehen schreckensbleich
Vom Himmel meiner Einsamkeit,
Und das schwarze Auge der Mitternacht
Starrt näher und näher.

Ich finde mich nicht wieder
In…

von Soléa P.

Mit Friede lockt der Himmel –
schnurstracks geh ich auf ihn zu.
Höre Stimmen – mystisches Singen,
das Herz beginnt im Rhythmus zu schwingen –
der Körper sich zu heben,
schwebe –
und mach' die Augen zu.

von Lisi Schuur

Dass ich so oft dich denken muss
weil mich die Sehnsucht übertreibt
hab dich in Regen eingehüllt
mit Bambus dich vertauscht

dort wo der Garten anders spricht
weil Azaleen sich erzählen
da findet sich genügend…

Rezitation:
Lisi Schuur 12/2016
von Michael Dahm

Er hat so viel gesehen
Und hat so viel erlebt
Und doch konnt nicht verwehen
Was stets an ihm geklebt.

Er hat so viel gesehen
Was er so nicht erlebt
Es ist ihm nicht geschehen
Es wurd ihm nicht gewebt.…

von Willi Grigor

Die Lampe ist nun ausgelöscht, die Nacht ist still und klar,
es kommen die Gedanken aus der Zeit, die einmal war,
und milde Sagen fliegen rund wie Streifen durch das Land,
und wunderbar und wehmütig und warm das Herz ist dann.…

von Soléa P.

Zum Weinen ist mir, warum auch immer
weiß nicht den Grund... sitz`alleine im Zimmer
dort ist es dämmernd, alles grau
wie ein Herbsttag dem das Licht ward geraubt.

Es fehlt an Farben an frohen Tönen
die Geist und…

von Soléa P.

Der Himmel voll mit Sternen steht,
sie leuchten zusammen um die Wette.
Einer davon einen anderen Weg einschlägt,
als ob er was besseres jetzt zu tun hätte.

Durchs Firmament rast er auf die Erde zu,
verfolgt von…

von Soléa P.

Das Meer zieht sich allmählich zurück,
dorthin, wo die Tiefen ruhen.
Feuchte und Pfützen spiegeln sich,
hinterlassen bizarre und abstrakte Spuren.

Wie das Wasser gingst auch du,
doch deine Spuren, sie bleiben mir.…

von Joachim Ringelnatz

Mir ist, als bräch aus meinem Herz
Ein Strom durchglühter Lavafluten.
Ach wüßtest du, wie hinter Scherz
So oft die tiefsten Wunden bluten.

Wenn ich mit Lachen von dir schied,
Wie Blütengelb war das zerstäubt

von Willi Grigor

Des Lebens Brot bist du und Wein, du bist der Trunk, der mich kann töten,
aus dem Vergang'nen, von dem Alten in mein Blut du tropfst hinein.
Und du kurierst die Füße jener, die in Dornenbüschen bluten,
du bist ein Sendbote zu…

von marie mehrfeld

trunkenes Taumeln flatternder Wimpern, das
Flüstern sehnsüchtiger Lippen, verklungen,
schmiegten bedenkenlos inmitten blutroter
Sommerbeeren, lagen wir in hellen Nächten,

Haut an Haut, lächelnd querten wir brüchige…

von Soléa P.

Nehmt mich mit in Luft und Himmel –
als Neuling, in die sichere Mitte,
hoch hinauf, flieg mit euch fort –
an einen besonders friedlichen Ort.

Kein einziges Wort möcht ich verlieren,
einfach nur mich konzentrieren,…

von marie mehrfeld

geronnene Zeit
im Warten erstarrt

goldgelbe Blumen
vergessen das Blühen

hinter schwarzen Vorhängen
wehen Januarwinde

während sich
Eisregen schüttet

über die unbegrünten
Fassaden der…

von Uwe Röder

Froh sein wie auch leiden.
Sicher sein und Bangen,

Liebe wirkt in beiden,
bin darin gefangen.

Süß ist mir dein Wesen,
Salz wird Sehnen mir,

ach, könntest du Gedanken lesen,
würdest lesen nur von dir…

von marie mehrfeld

aus Steinen Zeichen schlagen
will ich von Augenblick zu Augenblick
im Traum und tanzend

Silben zu goldenen Fäden spinnen
die ich knüpfe und spanne von dir zu mir
dass sie raunend erzählen

was da war…

von Soléa P.

Prall gefüllt schwebt die Freiheit
in den blauen Himmel auf.
Erleichtert, seufzend und glückselig,
gewinnt sie Höhe, nimmt Fahrt auf …

Zwischen Erde und dem Firmament
gibt es keinerlei Kontakt,
nur der Wind…

von Soléa P.

In des Tages schönster Zeit,
du meine Sonne schlafen gehst.
Schenkst mir noch einmal treues Geleit,
bevor der Nachthimmel funkelnd steht.

Dein Antlitz wärmt die geschundene Seele,
in meine Augen strömt sanftes Licht…

von * noé *

Es waren nur vier,
aber es waren die besten,
meine Jahre auf dem Smaragd
im mediterranen Meer.

Eine weit offene Tür,
meinem Herzen am nächsten,
hab ich mir gesagt,
dass ich dort glücklich wär.

Ich…

von Magnus Gosdek

Auf meiner Seele Meeresgrund,
zwischen Schiffswracks und Korallen,
in Neptuns tiefstem Wasserschlund,
der Wellen Klänge mir noch hallen.

Unter deines Schiffes Rumpf,
der Strömung Wirbel lustvoll baden
treiben…

von Michael Dahm

Meine Liebe erlischt nicht,
unter Asche schwelt die Glut,
manchmal fackelt sie heimlich,
sie tut mir nicht gut.

Ein ersticktes Feuer,
das doch brennen will,
glüht noch ungeheuer
und ist niemals…

von Michael Dahm

Still im Dunkel, blass Gesicht,
weißer als das Mondenlicht,
ohne Körper, sphärisch fein,
schwebt es über Grab-Gebein.

Und es trägt der Mondenschein,
ganz allein die Seelenpein,
eines Wesens vag' hervor,

von Soléa P.

Verschlafen steht der Wald und still,
die klamme Luft, schwer und kalt.
Zertrampelte Pfade von Mensch und Wild,
unangenehmes Frösteln die Seele krallt.

Nebel steigt gespenstig auf,
Wolken schweben vorm Mond hin und…

von Monika Jarju

Hinter mir schloss die Tür
die Straße aus
verschluckte den Lärm
des Viertels
eine Melodie schwang
zwischen Schuhen & Maschinen
ein weher Klang
aus dem Heimatland
verströmte der russische Sender…

von Yvonne Zoll

Hinaus im Fernweh
Weitenweise Winde bläuen
Abgrundtief im wilden Schwung
Darin zu tanzen fiebernd fliegen
kleinste Möwenhaare

Und ein Tosen tief herinnen
Fasst mich lachend hinterm
Nebelohr zu runden…

von Soléa P.

Schmachtend
Die Lippen
Sie wollen küssen
Liebe gebettet auf Rosen
Verstohlen

von Yvonne Zoll

Spazierend längs des Bachbergs Nebelbank
in verkeltert Baumgerippen keckert
Federvieh auf Katzenpfoten weißer
Sternenspur verzogen über jener
Nockenpracht versteckt die zwischen mächtig
Recken in…

von Michael Dahm

Fast verschüttet war ein Ding,
an dem das Allerhöchste hing,
es ist verknotet und verschlissen,
an einem Ende abgerissen.

Ich seh' es nicht, ich kann es spüren,
das ferne Ende fast berühren,
ich hofft',…

von Annelie Kelch

Zaghaftes Glühen, ach ... das will
ein kalter Wind mir mir heut vertreiben.
Die Kälte malträtiert die Haut der nackten Hände.
Mein ratzekahler Lieblingsbaum spricht Bände,
und ohne helles Kinderlachen bleibt
die…

von Yvonne Zoll

Tief in deinem Lied
sind die angenommenen
Töne wie Allheit

Pausen befreien
mit bangem Klopfen gefüllt
rhythmisierendes

Fließen vertonte
Tränen schneller gewandter
über die Dichte

von Michael Dahm

Du wartest schon seit Ewigkeiten,
Wie ein Fels im Strom der Zeit,
Du bist im Bund mit den Gezeiten,
Deine Blicke schweifen weit.

Ein Gefühl macht Dich unsterblich,
Das vor Äonen Dich besiegt.
Es war für…

von Sigrid Hartmann

Abendgruß –
Ein silbrig Gewölbe
An die Scholle zur Nacht

Ohne Sternenglanz
Erschrickt gar mein Lieb
Vor meinem Schatten

Goldene Fäden
Durchziehen den Morgen
Und sein jubelndes Herz

Im…

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