Sehnsucht ✓ Sehnsuchtsgedichte, Gedichte zum Thema / Schlagwort

empfohlene Sehnsuchtsgedichte
von Heinrich Heine
von Joachim Ringelnatz
von Else Lasker-Schüler
neue Sehnsuchtsgedichte
von Yvonne Zoll
von marie mehrfeld
von Simon Maria Ackermann
die schönsten Sehnsuchtsgedichte
von Sigrid Hartmann
von marie mehrfeld
von marie mehrfeld
Mitglied

sanft flatterst Du, unhörbar leicht, Dein Schmettern einem Lufthauch gleicht, als ob Dein Flügelschlag gehaucht, selbst Deine Seele, unverbraucht,

bist himmelfarben, silberblau, ich ahne es, weiß nichts genau, mich trügt der Sinne Schein…

von Sigrid Hartmann
Mitglied

Blaue Blume in der Nacht
Hast du vor der Tür gewacht
Warst in dunklen Stunden da
Warst mir in den Träumen nah

Hast die Tage mir erhellt
Hast von deiner Welt erzählt
Tränen haben dich berührt
Hast mich in…

von marie mehrfeld
Mitglied

lauern Gespenster vergilbter Zärte
in Spinnenetzen meiner Gestrigkeit,
du, im Nackten erstarrte Leinwand,

so unbeschrieben und weiß und kalt,
sollst mir hellblaue Bilder spiegeln,
die mich berühren, verführen,…

von Monika Laakes
Mitglied

übermorgen
sterbe ich
und morgen
ebenfalls,
denk ich an gestern,
so hab’ ich für heute
den tod hinter mir,
so viele tode
wie tage,
wo mit schlaf
sterben beginnt.

so lebe ich…

von Else Lasker-Schüler
Bibliothek

(Dem Heinz Simon in Frankfurt zur Freundschaft)

Die Sterne fliehen schreckensbleich
Vom Himmel meiner Einsamkeit,
Und das schwarze Auge der Mitternacht
Starrt näher und näher.

Ich finde mich nicht wieder
In…

von Michael Dahm
Mitglied

Er hat so viel gesehen
Und hat so viel erlebt
Und doch konnt nicht verwehen
Was stets an ihm geklebt.

Er hat so viel gesehen
Was er so nicht erlebt
Es ist ihm nicht geschehen
Es wurd ihm nicht gewebt.…

von Lisi Schuur
Mitglied

Dass ich so oft dich denken muss
weil mich die Sehnsucht übertreibt
hab dich in Regen eingehüllt
mit Bambus dich vertauscht

dort wo der Garten anders spricht
weil Azaleen sich erzählen
da findet sich genügend…

Rezitation:
Lisi Schuur 12/2016
von Soléa P.
Mitglied

Mit Friede lockt der Himmel –
schnurstracks geh ich auf ihn zu.
Höre Stimmen – mystisches Singen,
das Herz beginnt im Rhythmus zu schwingen –
der Körper sich zu heben,
schwebe –
und mach' die Augen zu.

von Soléa P.
Mitglied

Zum Weinen ist mir, warum auch immer
weiß nicht den Grund... sitz`alleine im Zimmer
dort ist es dämmernd, alles grau
wie ein Herbsttag dem das Licht ward geraubt.

Es fehlt an Farben an frohen Tönen
die Geist und…

von Soléa P.
Mitglied

Das Meer zieht sich allmählich zurück,
dorthin, wo die Tiefen ruhen.
Feuchte und Pfützen spiegeln sich,
hinterlassen bizarre und abstrakte Spuren.

Wie das Wasser gingst auch du,
doch deine Spuren, sie bleiben mir.…

von Soléa P.
Mitglied

Der Himmel voll mit Sternen steht,
sie leuchten zusammen um die Wette.
Einer davon einen anderen Weg einschlägt,
als ob er was besseres jetzt zu tun hätte.

Durchs Firmament rast er auf die Erde zu,
verfolgt von…

von Willi Grigor
Mitglied

Die Lampe ist nun ausgelöscht, die Nacht ist still und klar,
es kommen die Gedanken aus der Zeit, die einmal war,
und milde Sagen fliegen rund wie Streifen durch das Land,
und wunderbar und wehmütig und warm das Herz ist dann.…

von marie mehrfeld
Mitglied

in letzter Zeit lieg ich des Nachts oft wach,
dann fühl ich mich verlassen und auch schwach,

zwar fürchte ich mich nicht vor euch, Gespenster,
doch als ein Vogel sang vor meinem Fenster -

so rabenschwarz wie Pech war…

von Joachim Ringelnatz
Bibliothek

Mir ist, als bräch aus meinem Herz
Ein Strom durchglühter Lavafluten.
Ach wüßtest du, wie hinter Scherz
So oft die tiefsten Wunden bluten.

Wenn ich mit Lachen von dir schied,
Wie Blütengelb war das zerstäubt

von Soléa P.
Mitglied

Nehmt mich mit in Luft und Himmel –
als Neuling, in die sichere Mitte,
hoch hinauf, flieg mit euch fort –
an einen besonders friedlichen Ort.

Kein einziges Wort möcht ich verlieren,
einfach nur mich konzentrieren,…

von marie mehrfeld
Mitglied

geronnene Zeit
im Warten erstarrt

goldgelbe Blumen
vergessen das Blühen

hinter schwarzen Vorhängen
wehen Januarwinde

während sich
Eisregen schüttet

über die unbegrünten
Fassaden der…

von marie mehrfeld
Mitglied

aus Steinen Zeichen schlagen
will ich von Augenblick zu Augenblick
im Traum und tanzend

Silben zu goldenen Fäden spinnen
die ich knüpfe und spanne von dir zu mir
dass sie raunend erzählen

was da war…

von Uwe Röder
Mitglied

Froh sein wie auch leiden.
Sicher sein und Bangen,

Liebe wirkt in beiden,
bin darin gefangen.

Süß ist mir dein Wesen,
Salz wird Sehnen mir,

ach, könntest du Gedanken lesen,
würdest lesen nur von dir…

von Soléa P.
Mitglied

Prall gefüllt schwebt die Freiheit
in den blauen Himmel auf.
Erleichtert, seufzend und glückselig,
gewinnt sie Höhe, nimmt Fahrt auf …

Zwischen Erde und dem Firmament
gibt es keinerlei Kontakt,
nur der Wind…

von marie mehrfeld
Mitglied

trunkenes Taumeln flatternder Wimpern, das
Flüstern sehnsüchtiger Lippen, verklungen,
schmiegten bedenkenlos inmitten blutroter
Sommerbeeren, lagen wir in hellen Nächten,

Haut an Haut, lächelnd querten wir brüchige…

von Willi Grigor
Mitglied

Des Lebens Brot bist du und Wein, du bist der Trunk, der mich kann töten,
aus dem Vergang'nen, von dem Alten in mein Blut du tropfst hinein.
Und du kurierst die Füße jener, die in Dornenbüschen bluten,
du bist ein Sendbote zu…

von Michael Dahm
Mitglied

Still im Dunkel, blass Gesicht,
weißer als das Mondenlicht,
ohne Körper, sphärisch fein,
schwebt es über Grab-Gebein.

Und es trägt der Mondenschein,
ganz allein die Seelenpein,
eines Wesens vag' hervor,

von Soléa P.
Mitglied

Verschlafen steht der Wald und still,
die klamme Luft, schwer und kalt.
Zertrampelte Pfade von Mensch und Wild,
unangenehmes Frösteln die Seele krallt.

Nebel steigt gespenstig auf,
Wolken schweben vorm Mond hin und…

von Yvonne Zoll
Mitglied

Hinaus im Fernweh
Weitenweise Winde bläuen
Abgrundtief im wilden Schwung
Darin zu tanzen fiebernd fliegen
kleinste Möwenhaare

Und ein Tosen tief herinnen
Fasst mich lachend hinterm
Nebelohr zu runden…

von Soléa P.
Mitglied

Schmachtend
Die Lippen
Sie wollen küssen
Liebe gebettet auf Rosen
Verstohlen

von Michael Dahm
Mitglied

Meine Liebe erlischt nicht,
unter Asche schwelt die Glut,
manchmal fackelt sie heimlich,
sie tut mir nicht gut.

Ein ersticktes Feuer,
das doch brennen will,
glüht noch ungeheuer
und ist niemals…

von Yvonne Zoll
Mitglied

Spazierend längs des Bachbergs Nebelbank
in verkeltert Baumgerippen keckert
Federvieh auf Katzenpfoten weißer
Sternenspur verzogen über jener
Nockenpracht versteckt die zwischen mächtig
Recken in…

von Annelie Kelch
Mitglied

Zaghaftes Glühen, ach ... das will
ein kalter Wind mir mir heut vertreiben.
Die Kälte malträtiert die Haut der nackten Hände.
Mein ratzekahler Lieblingsbaum spricht Bände,
und ohne helles Kinderlachen bleibt
die…

von Yvonne Zoll
Mitglied

Tief in deinem Lied
sind die angenommenen
Töne wie Allheit

Pausen befreien
mit bangem Klopfen gefüllt
rhythmisierendes

Fließen vertonte
Tränen schneller gewandter
über die Dichte

von Soléa P.
Mitglied

In des Tages schönster Zeit,
du meine Sonne schlafen gehst.
Schenkst mir noch einmal treues Geleit,
bevor der Nachthimmel funkelnd steht.

Dein Antlitz wärmt die geschundene Seele,
in meine Augen strömt sanftes Licht…

von * noé *
Mitglied

Es waren nur vier,
aber es waren die besten,
meine Jahre auf dem Smaragd
im mediterranen Meer.

Eine weit offene Tür,
meinem Herzen am nächsten,
hab ich mir gesagt,
dass ich dort glücklich wär.

Ich…

von Magnus Gosdek
Mitglied

Auf meiner Seele Meeresgrund,
zwischen Schiffswracks und Korallen,
in Neptuns tiefstem Wasserschlund,
der Wellen Klänge mir noch hallen.

Unter deines Schiffes Rumpf,
der Strömung Wirbel lustvoll baden
treiben…

von Michael Dahm
Mitglied

Fast verschüttet war ein Ding,
an dem das Allerhöchste hing,
es ist verknotet und verschlissen,
an einem Ende abgerissen.

Ich seh' es nicht, ich kann es spüren,
das ferne Ende fast berühren,
ich hofft',…

von Heinrich Heine
Bibliothek

Morgens steh ich auf und frage:
Kommt feins Liebchen heut?
Abends sink’ ich hin und klage:
Ausblieb sie auch heut.

In der Nacht mit meinem Kummer
Lieg ich schlaflos, wach;
Träumend, wie im halben Schlummer,…

von Monika Jarju
Mitglied

Hinter mir schloss die Tür
die Straße aus
verschluckte den Lärm
des Viertels
eine Melodie schwang
zwischen Schuhen & Maschinen
ein weher Klang
aus dem Heimatland
verströmte der russische Sender…

von Soléa P.
Mitglied

Der Tag verliert sein pralles Leben,
immer stiller werdend, zieht er sich zurück.
Das ganze Licht möge langsam vergehen,
Ruhe und Gemächlichkeit, die Welt nun beglückt.

Angekommen in der Dunkelheit,
begibt das…

von Sigrid Hartmann
Mitglied

Abendgruß –
Ein silbrig Gewölbe
An die Scholle zur Nacht

Ohne Sternenglanz
Erschrickt gar mein Lieb
Vor meinem Schatten

Goldene Fäden
Durchziehen den Morgen
Und sein jubelndes Herz

Im…

von Soléa P.
Mitglied

Glitzer – Gefunkel – blendende Sicht –
magisch angezogen,
durch alles überstrahlendes Licht,
vergesse ich noch zu atmen,
lasse mich, bereitwillig, hinaustragen.

Im Lichterreigen eingetaucht –
will einfach nur…

von Michael Dahm
Mitglied

Einsam wächst ein Bäumelein
aus des Herzens Träumelein,
wächst seit Jahr und Tagen,
möchte Wurzeln schlagen.

Einstens wuchs ein Bäumelein
hinein in dieses Träumelein,
wollt' sich nicht mehr plagen,…

von Oswald Petersen
Mitglied

Ich wollt ich wäre ein Bücherwurm
Und lebt’ in einem Bücherturm
Und fräße täglich Bücher

Buchstabensuppe von Vergil
Zum Schlecken Bertold Brecht am Stiel
Zum Frühstück gäb's Faust I und II
und mittags…

von Johanna Blau
Mitglied

Zukunftsmusik ist alles was ich höre.
Da ein Band aus alten Liedern,
Das ich beim Besingen zerstöre.
Und alles wach in meinem Traum.
Er traut sich selbst kaum.
Flüchtet mit weichen Gliedern.

Die Hoffnung lässt…

Rezitation:
Johanna Blau
von Monika Laakes
Mitglied

Sieh nur, hinterm Strauch
sitzt ein Sonnenschein,
heissa und juchhu,
lädt mich zum Verweilen ein.

Nun flüstert der Wind:
>Bin auch nur ein Traum.
Ich schüttle und rüttle
bisweilen den Baum.<

von Joachim Ringelnatz
Bibliothek

Ich weiß nicht genau
Warum ich so oft an die bleiche Frau
Mit der weißen Reiherfeder gedenke,
Mich immer in den Gedanken versenke:
Wie könnte es werden, wie würde es sein,
Wäre sie dein. – –
Ich weiß es nicht…

von ulli nass
Mitglied

zu weit ist jeder Platz
zu eng ist jeder Raum
der Schnee ist viel zu weiß
zu grün ist jeder Baum

zu dunkel ist die Nacht
zu hell ist jeder Tag
zu nah mir jeder Mensch
auch wenn ich ihn sehr mag

von Michael Dahm
Mitglied

Du wartest schon seit Ewigkeiten,
Wie ein Fels im Strom der Zeit,
Du bist im Bund mit den Gezeiten,
Deine Blicke schweifen weit.

Ein Gefühl macht Dich unsterblich,
Das vor Äonen Dich besiegt.
Es war für…

von Soléa P.
Mitglied

Blicke suchen ununterbrochen,
bohren sich durch finsterste Nacht.
Schatten gaukeln Gestalten vor,
schmerzliches Vermissen erwacht,
das Verzehren nach dem Liebsten –
niemals hat es sich verloren.

Er ging!…

von Soléa P.
Mitglied

Zwischen blau und blau ein Land
hab es schlicht Trauminsel genannt
sie ist nicht groß und auch nicht hoch
doch die Stille ist famos.

Palmen wiegen sich im Wind
der Tag mit Sonnenschein beginnt
in der Nacht…

von Yvonne Zoll
Mitglied

Wir erkennen freier im geliebten Moos
Des Geckos auch die weiche Herbstesheide
Die vor stumm sich wiegend Riesen
Blätternadeldichte blickumsäumt
Gewunden rinnend aus Entbehrtem
lachendes enteistes Leuchten

von Soléa P.
Mitglied

Der Mond, er weiß nichts von dem Schmerz –
kennt weder dich noch mich.
Prahlt am Himmel, kugelrund,
spendet Trost durch sein Antlitz.

Oft schon fragte ich ihn leis,
was er nur da oben treibt?
Ob er mein…

von Simon Maria Ackermann
Mitglied

was ist von bedeutung
und was ist es nicht
das wetter bringt wechsel
bringt schatten und licht
wohin kann ich gehen
was mache ich hier
nichts komplettiert mich
die gedanken bei dir
es wurde nicht…

Seiten