Sehnsucht

von Juliana Modoi
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Vertreib den Schaum der Korallen
aus meinen wehmütigen Zügen,
der Abgrund hat seine Seile eingezogen,
die Schimmel haben schon wunde Hufe.

Der fremde Reiter meidet das Wasser,
Schilf umsäumt sein feuchtes Gemüt,
taumelnd ist das Pferd erbleicht,
schweigend dampft der See.

Nach Weihrauch duftet meine Liebe
und wird zu Tau an deinen Wangen;
das Bild einer heidnischen Gottheit schwimmt im See
und sehnt sich nach dem Himmel.

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