Dichterlos

von Robert K. Staege
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Ich reime schlichte Zeilen,
ganz einsam und allein.
Kannst nicht mehr bei mir weilen,
drum muss ich traurig sein.

Muss nach den Worten jagen
in Seele, Herz und Sinn,
und kann nur immer sagen,
dass ich so traurig bin.

Mir hilft nicht all mein Feilen
an Wort und Satz und Reim.
Es spricht aus allen Zeilen:
Die Trauer ist mein Heim.

Doch kehrst zurück du wieder
und bist mir liebend nah,
dann sind auch meine Lieder,
mein Dichten wieder da.

Geschrieben am 23. Januar 2019

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Kommentare

23. Jan 2019

Wirklich schön und dem Menschen nahegehend, Robert. Was war Goethe schon - gegen Deine unzählig guten Verse.

LG Annelie

23. Jan 2019

Erinnert mich an Heines Loreley - nur ohne Distanziertheit & Ironie - LG Yvonne

24. Jan 2019

Ihr fahrt viel zu große Geschütze auf! Heine, Goethe - mein Gott! Bleibt bitte auf dem Teppich! Ich bin nur ein kleiner Provinzreimer.