Wehe, wenn ...

Bild von Anita Zöhrer
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Wehe, wenn du nicht brav bist. Wehe, wenn du nicht gehorchst. Wehe, wehe, wehe.

Nichts als Verbote und Drohungen - ich kann es schon nicht mehr hören. Ständig diese negative Einstellung, sie muss endlich aufhören. Als Kinder Gottes ist es unser Auftrag, den Menschen und nicht irgendwelchen Gesetzen zu dienen. Als Kinder Gottes sind wir dazu berufen, einander aufzurichten und nicht einander mit Schuldgefühlen in den Boden zu stampfen.

Gott will unser Glück, nicht unsere Unterwürfigkeit. Wenn er uns für so unwürdig hielte, wie manche von uns glauben, warum hat er uns dann erschaffen? Und wünscht uns nicht auch Jesus in der Heiligen Schrift ein Leben in Fülle? Ein Leben in Fülle von Freude, nicht ein Leben in Fülle von Buße und Leid.

Barmherzigkeit will ich nicht Opfer, heißt es schon im Alten Testament, trotzdem ist der Opfergedanke noch weit verbreitet. Versöhnung wird selbst dem Schächer am Kreuz zuteil, trotzdem meinen einige, Gott bestrafe sogar die kleinen Fehler sofort.

Nicht Gott straft uns, wir Menschen bestrafen uns selbst und einander. Gott verzeiht, wir Menschen nicht. Indem wir übereinander richten, spielen wir uns zu Gott auf. Merken wir nicht, wie wir uns ihm gleichstellen? In der Meinung, wir haben auch noch Recht?

So vieles geht auf der Welt daneben, Gott wird es schon richten. Natürlich wird er es richten – wenn wir ihm die Möglichkeit geben, durch uns zu wirken. Wenn wir die Hände auf den Schoß legen und auf Wunder warten, wird kaum etwas geschehen.

Ringen wir uns dazu durch, unsere Stimmen zu erheben und tatkräftig zu wirken, können und werden Wunder geschehen. Nur, wenn auch wir unseren Beitrag dazu leisten, werden sich die Probleme lösen und die Welt sich zum Positiven verändern.

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