Bücherherbst

von Volker Harmgardt
Mitglied

"Wenn Bücher den Herbst nicht überleben,
werden sie eilig zu reduzierter Mängelware
oder Restposten ohne Preisbindung degradiert
und landen auf den Wühltischen der Supermärkte."

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Kommentare

17. Okt 2017

Ja, es ist alles eine schnelllebige Industrie geworden! So manche Schriftsteller ringen auf den Grabbeltischen noch nach Anerkennung.

Grüsse

Jürgen

17. Okt 2017

Hallo Jürgen,
was mich ganz besonders erschüttert hat, waren die
vielen namhaften Autoren, die eine ganze Literaturlandschaft
geprägt haben ! Und jetzt bedeutungslos auf dem Grabbeltisch
liegen. Das ist eine bittere Tragik und wenn ich an den einen
Tag bei der Frankfurter Buchmesse, mit Massen an produzierten
und zur Schau gestellten Büchern, nachdenke wird mir ganz flau
im Magen. Zeitzeichen und Tonart haben sich geändert, es lebe
der Kommerz !!!
Danke für Deinen Kommentar
und mögen sich die Verlage und Schriftsteller
kritisch selbst hinterfragen und einen Weg
der Besserung suchen.....,
es grüßt,
Volker

17. Okt 2017

... und der führt nicht über Amazon.

Liebe Grüße
Soléa

19. Okt 2017

Hallo Solea,
......der Weg kann nur durch die Stille und
Besinnung in den Köpfen der "Buch"-macher
und SchreiberInnen gescheh`n !!!
Und uns, die wir an diesem Betrieb teilhaben.
Gerade erst auf der Buchmesse in Frankfurt
habe ich Verlagsmitarbeiter zum Verbleib
jener Bücher gefragt, die im Billigsegment
verschwinden. Und tatsächlich, es ist so, man will
zum Schluss daraus Kapital schlagen. Das ist der
harte Markt der Literatur. Hart, härter, am Härtesten !
Gerade erst heute habe ich bei REWE das Buch von
Jeannette Walls " Schloss aus Glas in einer Heyne-
Pocket-Version für 3,- € erworben. Wenn ich mich recht
erinnere, ist der Stoff verfilmt worden.
Auf Seite 2 habe ich folgendes gelesen:
"Beim Lesen dieser Kindheitsgeschichte
schwankt man zwischen Neid und Grauen,
leidet und lacht: Was für eine wunderbare
Mischung.!
Und auf der Seite 6 die Widmung:
" Für John, der mich davon überzeugt hat,
dass jeder, der interessant ist, eine Vergangenheit
hat."
So weit, so schlecht.
Das zur aktuellen Literatur.
LG und danke für Deinen Kommentar,
Volker

20. Okt 2017

Und wie passend verpackt
in einem Wort
das übt Kritik
in einem fort:

BÜCHERHERBST

Welch traurig stimmender Neologismus! Könnte mir gut ein (längeres ;) ) Gedicht dazu vorstellen...

LG

Yvonne

22. Okt 2017

Hallo Yvonne,
in dieser Branche gibt es nur wenige
Gewinner !!!
Es herrscht ein Markt "aller Möglichkeiten",
der die Literatur dirigiert. Nur wenige haben
darauf Einfluß.
Die Bücher, die ich auf der Frankfurter
Buchmesse gesehen habe, erleben
einen düsteren "Bücherherbst" !!!
Ganz kritisch sehe ich die Willkommensgrüße
der Onlinewelt. Davon bitte nicht inspirieren
lassen. Danke für Deinen Kommentar und
herzliche Grüße,
Volker

22. Okt 2017

Dem stimme ich zu. Allerdings gibt es Bücherkrabbeltische schon seit Jahrzehnten - und ich habe dort dankbar so manches Juwel entdeckt, das mir entgangen war.
Liebe Sonntagsgrüße an Volker von Marie

22. Okt 2017

...vielleicht ist das eine neue Chance...
So mancher Klassiker wurde dort - preisgünstig - entdeckt, gekauft, gelesen.
Und steht nun stolz im Regal als Neuentdeckung.

LG Monika

24. Okt 2017

Okay liebe Marie, das kann ich verstehen, dabei schaue ich eher auf Flohmärkten nach alten Büchern oder Raritäten. Auf diesen
"Abwracktischen" liegen teilweise Bücher, die erst vor 2-3- Jahren erschienen sind und gestern erst habe ich in Hannover in der größten Buchhandlung " Hugendubel " den gleichen Tisch wie bei Rewe und famila in meinem Heimatort entdeckt. Schon auf der Buchmesse in Frankfurt habe ich an verschiedenen Verlagsständen Fragen zu dieser Thematik gestellt. Dazu wollte niemand Stellung beziehen. So ist dann dieser kleine Text entstanden !!!
Danke für Deinen Kommentar
und regnerische Herbstgrüße,
Volker

25. Okt 2017

Hallo Monika, natürlich kann das eine Chance sein, denn gerade Menschen mit geringem Budget
haben so die Möglichkeit neuwertige Bücher zu erwerben. Aber, man kann auch gute Bücher
in unserem ländlichen Raum aus sog. Bücherschränken unter dem Motto: "Literatur für Alle"
entnehmen, lesen und zurückstellen. Eine tolle Sache. Zum Glück haben wir auch eine
Gemeindebücherei, die jeder besuchen und nutzen kann. Marie habe ich kurz erläutert,
warum ich den kleinen Text geschrieben habe. Schau mal hin !
Gruß, Volker

31. Okt 2017

Gute Literatur ist aber auch Geschmacksache!. Mulit-Kulti zeigt uns das immer wieder, Warum sollte ich mir gerade deswegen den Geschmack verderben lassen ? Interessenverbände können das bestätigen !
Man sollte auch einmal mehr penibler sein, ohne sich dabei verbiegen zu lassen !

05. Nov 2017

Hallo Alfred,
habe Deinen Kommentar soeben gelesen.
Bin nicht mehr so häufig in diesem Forum, da
es auch andere gute Literatur-Internetforen gibt .
Natürlich ist Literatur auch immer ureigene
"Geschmackssache", die nicht jeder/jede teilt.
Es ist wie mit einem Stück Holz, dass am Strand
von den Wellen hin und her gerissen wird
und sich nicht wehren kann. Ähnlich landen
aussortierte Bücher auf Markttischen, werden
durchgewühlt (wie Wellen) und als
ich sie sah, dachte ich, stehen da noch Hauptworte
drin. Unschärfe und Verwelken fressen
die Buchstaben. Nicht geliebt, außer es kommt
jemand und zahlt 3,99 €(!!!) für Werke, die vorher
15-20 € gekostet haben. Fatal, fatal, das verdunkelt
den literarischen Himmel.
Fragen an Verlage und Kaufhausexperten blieben wie
erwartet unbeantwort. Der Literaturbetrieb dreht sich,
für den einen GUT, den anderen schlecht !!!
Da spreche ich aus eigener Erfahrung.
Noch einmal DANKE für Deinen Beitrag
und herzlich Grüße zu Dir,
Volker

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