Dort wo man Bücher verbrennt

von Heinrich Heine
Bibliothek

»Dort wo man Bücher verbrennt, verbrennt man auch am Ende Menschen.«

Aus der Tragödie Almansor, Vers 243f. Almansor ist eine Tragödie in acht Bildern von Heinrich Heine, die 1823 veröffentlicht und uraufgeführt wurde.

Bild von Heinrich Heine und Zitat Dort wo man Bücher verbrennt, verbrennt man auch am Ende Menschen.
Bild zum Zitat von Heinrich Heine mit Quelle
Bundesarchiv, Bild 183-B0527-0001-776 / CC-BY-SA 3.0 / 3. Reich, beschlagnahmte Bücher werden zur Verbrennung auf den Opernplatz/Berlin gefahren

Interne Verweise

Kommentare

Alfred Mertens
30. Dez 2016

Das größte Verbrechen, und nicht nur die der Bücherverbrennung, sind
die größten Auswüchse, die die Nationalsozialisten begangen haben,
und deren Auswirkungen heute noch sichtbar, und nicht wieder gutzumachen sind !

24. Jan 2017

Heine hat es "erahnt" und so viele Menschen haben mitgemacht oder weggeschaut !!!
Dieses Phänomen kann man auch heute beobachten.
Wenn sich die "rechte" Gesinnung Europas in Koblenz trifft,
auf deutschem Boden, hat das eine unheimliche Bedeutung.
Wehret den Anfängen.

01. Feb 2017

In seiner Heimatstadt Düsseldorf ist er lange Zeit gedemütigt worden. Er wurde regelrecht ausgegrenzt. Aber das man sich ehrlich dazu bekannte, war nicht zu bemerken. Es hat lange gedauert, bis man ihm ein Ehrenmal zugestanden hat.
So ist der Mensch, leider Gottes! Ihm heute zu huldigen, ist heutzutage schon was Besonderes.

09. Mär 2018

ja bald ist es
so weit -
mankind' s
committing suicide

ulli

14. Okt 2018

Die Weber (von Heine, er hat erahnt, daß sich die Deutschen selber umbringen)

Im düstern Auge keine Thräne,
Sie sitzen am Webstuhl und fletschen die Zähne;
Deutschland, wir weben dein Leichentuch.
Wir weben hinein den dreyfachen Fluch –
Wir weben, wir weben!

Ein Fluch dem Gotte, zu dem wir gebeten
In Winterkälte und Hungersnöthen;
Wir haben vergebens gehofft und geharrt,
Er hat uns geäfft und gefoppt und genarrt –
Wir weben, wir weben!

Ein Fluch dem König, dem König der Reichen,
Den unser Elend nicht konnte erweichen,
Der den letzten Groschen von uns erpreßt
Und uns wie Hunde erschießen läßt –
Wir weben, wir weben!

Ein Fluch dem falschen Vaterlande,
Wo nur gedeihen Schmach und Schande,
Wo jede Blume früh geknickt,
Und Fäulniß und Moder den Wurm erquickt –
Wir weben, wir weben!

Das Schiffchen fliegt, der Webstuhl kracht,
Wir weben emsig Tag und Nacht –
Altdeutschland, wir weben dein Leichentuch,
Wir weben hinein den dreyfachen Fluch,
Wir weben, wir weben!