Bücher über Casinos, Spiel und Leidenschaft: das sind unsere Lesetipps

09. Juli 2018
Bild zeigt Walzen im Casion
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Von der Geschichte- bis hin zu Buchtipps und der risikofreudigen Natur des Menschen. Erfahren Sie in diesem Beitrag etwas über Casinobücher, das Spielen selbst und den Reiz daran.

Glücksspiele sind älter als das Buch

Casinos oder Hasardspiele reizen die Menschen schon länger, als vielen Lesern vielleicht bewusst ist. Nach heutigem Kenntnisstand wurde das Glücksspiel schon 3000 vor Christus erfunden. Es verwundert eigentlich gar nicht so sehr, dass die ältesten Fundstücke (Würfel aus Elfenbein oder Knochen) unter anderem in China gefunden wurden. Aus den Hütten Chinas oder Mesopotamiens heraus, über die englischen Königshäuser, hin zu den Spielhäusern Napoleons, finden Glücksspiele heute zum großen Teil in Onlinecasinos wie dem Mr Green statt. Mr Green ist den meisten wahrscheinlich bereits durch die auffällige Werbung bekannt, auf die man im Fernsehen und online immer wieder stößt. Gerade auch die zahlreichen Roulette Angebote sind ein bestechendes Argument für Mr. Green.

Von Dostojewski bis Casino Royal

Noch nicht ganz so lange spielt das Glückspiel – das Spiel mit- und der Reiz am Zufall – in Büchern eine Rolle. Der wohl bekannteste Roman, der das Thema direkt aufgreift, ist Dostojewskijs »Der Spieler«. In anderen Büchern kann das Spiel nur zur Nebenhandlung gehören, oder lediglich den thematischen Rahmen bieten.

Ebenso greifen Sachbücher diese Thematik immer wieder auf. So erschien 2009 im Transit Buchverlag Michael Kothes »Va Banque. Über Glücksspieler und Spielerglück«. Der Autor führt in seinem 112 Seiten dicken Buch durch Casinos und Zockerhöllen von Las Vegas bis San Remo, von Monte Carlo bis nach Baden-Baden oder Bad Homburg. Er macht den Lesermacht bekannt mit den Ritualen des Spielens und Verlierens, lässt bekannte Spielernaturen, wie Casanova oder Thomas Garcia. Er entdeckt für uns Spieler in der Literatur, aber auch Literaten als leidenschaftliche Spieler (Dostojewskij, Balzac, Lessing und sogar Schiller). Und er steigt hinab in die Geschichte der Spielleidenschaft, in die Antike, in die Zeit kurz vor der Französischen Revolution, geht an aktuellen Phänomenen des globalen Zockens und kalkulierter Gier aber keineswegs vorbei.

Tipps für Bücher zum Thema Casino

  • »Der Spieler« von Fjodor M. Dostojewskij ist in gerade einmal 4 Wochen entstanden. Wäre das Manuskript nicht rechtzeitig fertig geworden, hätte er alles an einen habgierigen Verleger verloren. Das Buch ist zugleich Dostojewskijs spannendster und kürzester Roman.
  • »Game of Hearts: Roman (Die Love-Vegas-Saga, Band 1)« ist ein Dezember 2017 erschienener Roman von Geneva Lee. Er handelt von verbotenen Küssen, gefährlicher Liebe und gestohlenen Herzen – in der sündigsten Stadt der Welt.
  • Das Sachbuch »Texas Hold'em - Poker mit System, Band 1« von Eike Adler, ist ein Buch über die grundlegenden Taktiken und Strategien des Pokerns und vermittelt die wichtigsten Schritte auf dem Weg zum echten Pokerprofi. Der große Erfolg des Buchs macht klar, wie interessant das Thema auch im Bereich der Sachliteratur ist.
  • Im Ravensburger Verlag erschien 2016 »1000 Gefahren in den USA« von Fabian Lenk: »Du arbeitest als Guide für eine Reiseagentur in den USA. Wer bei euch bucht, erwartet Action, Spaß und jede Menge Nervenkitzel. Doch worauf hast du Lust? Willst du: den Urlaubern deine Heimatstadt New York zeigen, in Las Vegas ums große Geld spielen, Raubtiere im Nationalpark beobachten oder zum Rafting durch die Schluchten des Grand Canyon.«

Spielen liegt in der Natur des Menschen

Letztlich ist der Reiz, über ein Buch in die Welten des Spielens, der Gefahr, oder des Nervenkitzels einzutauchen nur menschlich. Jeder Mensch ist ein Spieler! Die Frage bleibt lediglich, inwieweit und in welcher Form jemand seinen Spieltrieb an die Oberfläche lässt. Manche machen das in gesunder Regelmäßigkeit, andere verspielen sprichwörtlich Haus und Hof. Wichtig ist letztlich immer nur, dass man sich im Klaren darüber ist, dass das Glücksspiel eben nur bis zu einem gewissen Punkt ein Spiel ist. Man muss reif genug sein, sich auf derartige Spiele einzulassen.

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