Islamisches Kaleidoskop

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von Jürgen Wagner
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Der Gottesstaat, der Terrorismus,
Gewaltbereitschaft, Dogmatismus,
Das Patriarchat, die Zwangsheirat
kein Mensch braucht das in uns'rem Staat

Das keusche Kopftuch, schwarzer Schleier
Die Frau im Haus und niemals freier
Der Pascha macht es sich bequem
das ist für uns schon ein Problem

(* (* (*

Salam - der Friede, hingegeben
an Schicksalhaftes und das Leben
Gebet und Glaube, Gastfreundschaft
Gemeinschaft mit der großen Kraft

Man könnte da schon noch was lernen
sich nicht so himmelweit entfernen
von diesen alten inn'ren Werten
Doch Intoleranz, sie schafft die Härten

2016 - 'Islam' bedeutet 'an Gott hingegeben' und geht auf dieselbe Wortwurzel zurück wie salam (Friede). Er wird noch heute wie in den Stammesursprüngen in der arabischen Wüste in erster Linie als Gemeinschaft gelebt, nicht individuell. Er beinhaltet, dass man selber diszipliniert lebt und auch sein persönliches Schicksal annimmt (Inschallah - so Gott will). Der Schatten des Monotheismus ist seine strukturelle Intoleranz, die im Judentum begann, im Christentum sich fortsetzte und im Islam kulminierte: der eine Gott erscheint wie ein weltlicher Herrscher, der keine Konkurrenz neben sich duldet. Wäre er der Eine, wäre er doch der Eine in Allem.

Musik: JW
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