Besuch bei Nacht

von Robert K. Staege
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Von den Bergen steigt die Nacht,
da der Tag gesunken.
Tausend Sterne sind erwacht,
glüh‘n wie Silberfunken.

Und herab vom Sternenzelt
schwebt mit stillem Flügel
nun mein Lieben in die Welt,
eilt hinab den Hügel,

dringet in das Haus hinein,
geht durch Tür und Tor,
flüstert drin der Liebsten mein
Zärtlichkeit ins Ohr.

Es weckt auf das süße Kind,
spricht von meiner Treue,
und wie schön die Sterne sind
jede Nacht aufs Neue.

Dann kehrt es zu mir zurück,
bringt mir ihren Kuss.
So unendlich ist mein Glück,
dass ich weinen muss!

Geschrieben am 1. Mai 2019

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