Die Guten

von Alf Glocker
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Wer Böses glaubt und Böses noch verbreitet,
der ist nicht böse – nein, nein, nein!
Wer für die bösen Dinge streitet –
der will doch nur geborgen sein!

So helft ihm doch, daß er nicht stürzt!
Gebt ihm Asyl und Platz und Liebe,
weil er die Langeweil‘ euch kürzt –
er streut den Sand in das Getriebe …

das ihn an seinem Busen nährt,
den er ganz für sich haben muss,
weil ihm sein Glaube dies gewährt.
Gebt ihm doch endlich seinen Kuss!

Er will euch nur beiseiteschaffen –
das macht doch nichts, das ist doch schön!
So pflegt, was euch dahinzuraffen
geschworen hat und seid dabei nett anzusehen.

Schwenkt eure Fähnchen in dem Wind,
der euch aus euren Landen bläst!
Und seid, bei Gott, ein dummes Kind,
das man hart vor sein Köpfchen stößt …

Die Guten seid ihr immerdar …
und eines Tages seid ihr tot!
Wen juckt dann schon, was einmal war?!
Geht hin zum Bösen – teilt das Brot!!

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Kommentare

02. Jul 2017

Die Guten sterben immer zu früh - so heißt es doch, oder?