Letztes Feuer

von Robert K. Staege
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Zu der Wolke hohem Saum
steigt mein Sinnen steil hinauf,
und es zieht im Herzen auf
mir ein letzter, süßer Traum.

In die Seele kehrt zurück
jenes liebe, alte Sehnen,
wieder rinnen neue Tränen
um ein weitres, fernes Glück.

Einst ist mir das Herz erzittert
von dem Glanze sel’ger Lust.
Heute brennt in meiner Brust
Feuer, das ganz leis’ verwittert.

Wolke wird ins Nichts zerfließen,
Träume geh’n mit ihr zugrund‘,
nochmals lächelt dann mein Mund,
eh ich werd‘ die Augen schließen.

Geschrieben am 1. August 2018 nach einer Idee aus dem Januar.

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Kommentare

01. Aug 2018

Das ist doch schön, lieber Robert, dass Dein Mund noch lächeln kann im Angesicht des Todes. Wer wünscht sich das nicht?! Danke für dieses melancholische, aber sehr gute "Abschiedsgedicht".

LG Annelie

01. Aug 2018

Ich habe es nochmals überarbeitet. Finde es so flüssiger.
Was, wenn nicht die Liebe, sollte uns an unserem Ende lächeln lassen?!!