Was du gemacht hast

Bild von Alf Glocker
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Geisterhafte Schwaden treiben
über Seelen, die betäubt,
sich untreu, hier, im Garnichts bleiben,
wo der Satan sie bestäubt,
damit sie tote Kinder kriegen,
die mit dunklen Wolken fliegen.

Ein kleiner Sichelmond nur sticht
aus schaurig schöner Szenerie,
die er gelegentlich durchbricht,
zum Klang der Schicksalsmelodie –
dem Teppich aus gewebter Pein.
Fahl und kalt ist dieser Schein!

Beachte nicht, was jene Zeichen
dir verraten, dreh dich fort!
Du bist ein Tölpel ohnegleichen –
handle stetig nach dem Wort
der dir auferlegten Pflichten.
Frei und klug bist du mitnichten!

Und dein Herz bleibt ewig stumpf –
Rauch dringt schon aus deinem Hirn.
Nur der Kopf auf deinem Rumpf
blickt hinauf zu dem Gestirn,
das von oben ihn verlacht.
Mensch, was hast du bloß gemacht?!

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