Die Seele des Staates 49

von Alf Glocker
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(Die höheren Wesen, 3. Gebet)

Vielfältig sind die Reiserouten der Geister durch die unzähligen Schichten des Universums. Meistens fahren sie die Zeitkrümmung entlang, um uns zu erreichen. Ob wir auf ihrem Weg liegen, entscheidet unsere Fähigkeit, nicht nur stumpfe Gedanken zu produzieren. Ihre Antennen registrieren die kleinsten Unebenheiten im Mainstream.

Manchmal aber sind ihre Einfallswinkel auch stark verschoben. Dann nämlich, wenn sie der regulären Ausdehnung des Raumes entgegen ziehen. Dabei schwimmen sie nicht mehr auf der Mikrowellenstrahlung, sondern entkommen ihr, in Richtung Vergangenheit. Dort haben sie die Absicht, die Filme der Wirklichkeit zu empfangen.

Wenn sich die alten Lügen der dortigen Flachschädel wie von selbst beseitigen, tut sich eine Welt auf, die man nicht einmal in ihrer Gegenwart für möglich gehalten hätte. Die Zusammenhänge der Ereignisse schlüsseln sich nahtlos auf und ergeben ein Bild der Hilflosigkeit, das dem von Zootieren gleicht.

Doch die elektromagnetischen Gedankengänge der zeitimmanenten Pornodarsteller laufen unbeeinflusst von höheren Eingebungen ab. „Pornodarsteller“ deshalb, weil sie, bei nunmehr genauer Analyse nicht nur ausschließlich triebhaft, sondern hauptsächlich schonungslos nackt erscheinen – entkleidet von aller schützender Moral, die von ihnen, zu ihren Lebzeiten widergespiegelt wurde.

Völlig egal ist auch noch, ob sich jemand „der Welt enthielt“ und meditierend, oder in Dauerklausur seine Existenz verbrachte – entscheidend ist die Wirkungslosigkeit seiner Intentionen, in der vergangenen Welt, deren Erben ja nun in der Lage sind, alle Vorgänge genau zu interpretieren. Die bloße Nacktheit menschlicher Absichten, deren Wert sich auf gleich 0 beläuft, ist beschämend genug.

Da hallen große Worte und sinnentleerte Taten, wie 3-D-Aufzeichnungen in der Zeitspur, ohne die Möglichkeit einer Korrektur – weder von außen, noch von innen. Die Protagonisten spulen die, in den Hirnen vorgezeichneten Rollen ab, und die Besucher können nicht dazwischenfunken, weil sie nicht nur unsichtbar, sondern auch unhörbar sind. Nur ein extrem Sensitiver könnte ihr Vorhandensein, in etwa erahnen.

Das entspricht genau dem „himmlischen Sicherungssystem“. Zwar handelt es sich, beim gesamten Universum um eine enorme Flut materiebildender Wellen, die sich – nur vom Betrachter aus – zu nachvollziehbaren Erscheinungen formieren, doch eben auch um zeitlich bedingte Vorgänge, die nicht durch örtlich beschriebene Zustände erklärt werden können.

Dadurch kann niemand x-beliebige Korrekturen, aus Lust und Laune vornehmen, der nicht genug Durchblick erworben hat, um das Ende eines Schöpfungsintervalls vorausbestimmen zu können. Und welcher „Geist“ hätte schon das Zeug dazu – gehört er doch, wie alle anderen Bestandteile dieses Wechselspiels aus Diesseits und Jenseits, einem Gesamtkonstrukt an, das von keiner der beiden Seiten ausgeht.

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Kommentare

21. Dez 2015

Ein Text, der wahrlich fasziniert -
Dies Foto gleichfalls sich rentiert!

LG Axel