Des Herbstes Zauberreich

von Robert K. Staege
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Ein Nebelstreif durchtrübt die Luft,
Spätsommerwärme weicht,
von Blättern strömt schon Moderduft; -
der Herbst hat mich erreicht.

Die Winde wehen hart von West,
auch Regen zieht herein.
Nun feiert tristes Grau ein Fest
und hüllt das Bunte ein.

Jedoch ich mag die trübe Zeit
mit Regen, Reif und Wind,
trägt sie auch wohl ein schäbig Kleid
wie ein verarmtes Kind.

Das Kleidchen strahlt in farb‘gem Schein,
dem Blütengarten gleich.
Ich liebe, wär‘ ich auch allein,
des Herbstes Zauberreich.

Geschrieben am 2. Oktober 2018 in Schillig.

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Kommentare

02. Okt 2018

Sehr gelungen, total schön.
"Nun feiert tristes Grau ein Fest
und hüllt das Bunte ein."
Treffend, wunderbar formuliert!
Liebe Grüße
Anouk

02. Okt 2018

"trägt sie auch wohl ein schäbig Kleid wie ein verarmtes Kind" ... das ist hoch poetisch, lieber Robert

LG Marie

02. Okt 2018

Von Wort zu Wort las ich es immer "gerner",
was nicht in/an mir lag...
LG Uwe

03. Okt 2018

Ich bin ein absolutes Herbstkind, sammelte liebend gern Pilze und Blaubeeren in den noch unberührten Wäldern der Lüneburger Heide. Und dieser Modergeruch sterbenden Laubs, der bleibt mir immer in Erinnerung.

Herbstliche Grüße

Jürgen

03. Okt 2018

Auch ich liebe den Herbst, seine Früchte, seine Farben, seine Gerüche und Stimmungen.
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