Dem Hecht geht es schlecht

von Olaf Lüken
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Das Angelzeug ins Boot und ab,
schnell den kleinen Fluss hinab.
Der Angler eilt sehr schnell
zur nah' gelegenen Angelstell'.

Das Boot, es ankert und es wankt,
in seichte Tiefen der Wurm gelangt.
Ein Hecht nicht widerstehen kann,
beißt arglos den Köder an.

Auf einmal kommt ein kleiner Ruck,
dann wieder zuck, ruck, zuck ruck.
Der Raubfisch hat angebissen.
Die Rute wird hochgerissen.

Es folgt ein Ziehen und ein Beben.
Der Hecht kämpft um sein Leben.
In seiner Not, er windet sich,
der Haken sitzt, es hilft ihm nicht.

Ein kurzer Kampf ist voll entbrannt,
zappelnd springt der Hecht an Land,
verlässt sein nasses Element.
"Fisch, du nur das Wasser kennst !

Ein letztes Zucken und Erheben,
schnell zu Ende geht sein Leben.
Der Hecht bereute sein Verhalten:
"Hätt' ich nur mein Maul gehalten."

Leben ist auch Kampf. Kampf ist keine Tugend an sich.
Es ist aber das, was die Menschen bis heute geprägt
hat und prägt.

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Kommentare

03. Jun 2019

Mit Wurm einen Hecht... nicht schlecht ;-)
Das mit dem Kampf, ja, da ist viel Wahres dran!

Liebe Grüße
Soléa

04. Jun 2019

Guter Vergleich, lieber Olaf.
Und schon oft habe ich gedacht, hätt ich doch nur mein zu großes Maul gehalten!
LG Uwe

05. Jun 2019

Zum Thema "Maul halten."Hätte ich vor meinem Gedicht daran gedacht, ich hätte es nicht schreiben können.