Traum in der Sommernacht

von Robert K. Staege
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Der Sonne Glühen allerwärts
als goldne Decke sank hernieder.
Unter den Linden will ich wieder
Dich abends drücken an mein Herz.

Hörst Du der Bäume Blätter rauschen?
Sie leiden in der Sommerglut,
doch nehmen sie in sich‘re Hut
uns, die wir süße Küsse tauschen.

Hörst Du ringsum die Vöglein flüstern?
Sie neiden unsern Traum uns nicht,
der uns berauscht im Sternenlicht.
Wie ist die Nacht so liebeslüstern!

Ich trink‘ das Glänzen Deines Blickes!
Vor Freude öffnen ringsumher
sich Blütenkelche duftesschwer
im Überschwange unsres Glückes.

Geschrieben am 3. August 2018

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Kommentare

03. Aug 2018

Lieber Robert, was für ein wundervolles Gedicht ... schön und fast perfekt. Dufteschwer? Ich meine, Du hast die Ü-Tüttelchen vergessen: düfteschwer. Aber sonst - einfach dufte, dieser Traum in der Sommernacht.

LG Annelie

03. Aug 2018

Da steht „duftesschwer“ - und das ist gewollt so.
Danke für Dein Lob und Deine Aufmerksamkeit.

03. Aug 2018

Oh, entschuldige bitte. Ich dachte, weil Du Duft im Plural gebraucht hast, hättest Du die Tüttelchen vergessen. "Duftschwer" hingegen wäre mir nicht verdächtig vorgekommen.

LG Annelie

03. Aug 2018

Du musst Dich deshalb nicht entschuldigen!