Trüb

von Michael Dahm
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Die Regennacht gebar den Tag,
einen vom ganz trüben Schlag,
schmutzig gelb, das goldene Meer,
erdrücktes Grün, noch regenschwer.

Das treue Rad am Mühlteich dreht,
es treibt noch an, was nicht mehr steht,
morsches Holz auf alten Stegen,
die Bretter glatt nach kaltem Regen.

Gedanken ziehen mit Wassermassen,
sind losgelöst und nicht zu fassen,
es sind heut meine Sinne schwer,
im grauen Himmel, sonnenleer.

Schweigend zähl ich Regentropfen,
die an meine Seele klopfen,
und sie bilden einen See,
in dem ich langsam untergeh.

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Kommentare

04. Aug 2017

Der Dichter, er ging hier nicht unter -
Schwamm auf starken Worten - munter!

LG Axel

04. Aug 2017

Vielleicht ging er hier nicht baden
doch steht das Wasser an den Waden
denn regnet es noch weiter
braucht er eine Leiter

LG Micha