Nicht ER und nicht SIE

von Monika Laakes
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Wo ist er nur? Wo hält er sich versteckt?
Ich warte schon, so lang ich denk.
Frag mich, ob er mich neckt?
Es gibt ihn schon unendlich lang.
Hat jemand damals ihn erkannt?
Er hat so viele Namen, doch fehlt ihm ein Gesicht.
Das schufen mächt'ge Menschen,
nach eigenem Gepräge, Skrupel kannten sie nicht.
So nutzten sie den den heil'gen Namen,
um sich gesichert aufzuschwingen.
Mal war ER gut, mal war ER bös,
so ließ sich leicht das Volk bezwingen.

Doch irgendwann eroberte das Wissen
in kleinen Etappen die Erde.
Für die Mächt'gen wurden es harte Bissen,
da half keine fromme Gebärde.
Entzaubert ward der Nimbus der Gehobenen,
sie schrumpften zur Gemeinschaft der Verschrobenen.
Und ER ist kein ER und auch keine SIE,
das alles scheint irgendwie reine Ironie.
Nun fühlt sich, wer immer es braucht, durch Gebet
oder Meditation in (s)einen Schöpfer hinein.
Findet dort zum Urgrund, zum Frieden,
zur Liebe, zum ewigen Sein.

Und das Mysterium der gläubigen Innenschau
zwingt keinem Menschen fremde Götter auf.
So kann ein jeder sich selbst entscheiden,
was ihm wohltut und nicht lässt leiden.
Nicht jeder muss glauben, was Einstein hat erzählt:
>Das Feld ist die einzige Realität.<
Und dennoch ist es eine Überlegung wert.
Infrage stellen, bejahen, selbst denken ist nicht verkehrt.

Das Feld: Es ist wie ein Meer mikroskopisch kleiner Schwingungen in dem Raum zwischen den Dingen.
Ein Zustand reinen Potenzials und unendlicher Möglichkeiten. So sind wir Beobachter und Schöpfer zugleich. Und ein jeder hat die Chance zum Kontakt zu diesem Reich.
Weiterführende Lit. "Spontane Evolution" von Bruce H. Lipton und Steve Bhaerman.
"Im Einklang mit der göttlichen Matrix" von Gregg Braden

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Kommentare

06. Jan 2017

Leider ist das Feld nicht die einzige Realität.
Nicht mal alle Felder zusammen.

LG. Waldeck

07. Jan 2017

Wenn es so einfach wäre, könnten wir als Götter aufsteigen. Bin davon überzeugt, dass wir dem 'Beweger', dem 'Göttlichen Bewusstsein', der 'Urkraft' usw. nicht so einfach auf die Schliche kommen. Dazu haben wir m.E zu wenig Sensoren, wir 'begreifen' die sogenannte Realität trotz enormer technischer Hilfsmittel (noch?) nicht. Vielleicht wird Nietzsches Übermensch noch geboren oder kreuzt bald unseren Weg. Pardon. Will nicht zynisch werden. Danke für den anregenden Kommentar.
LG Monika
Auch für die Klicks MERCI.

21. Sep 2018

dein Gedicht ist großartig- Respekt und Anerkennung,
philosophisch gesehen erscheint mir dein Antwortkommentar
inhaltlich noch entwicklungsfähig . ..
Meine Überzeugung ist, da ist nichts, dem wir 'auf die Schliche kommen ' sollten
oder könnten.Der Gedanke, scheint mir ein überflüssiges Mißverständnis zu sein,
unser Sozialisation geschuldet, im Gehirn früh zu einer zu einer Art
Hardware geronnen.( Computer Analogien sind leider totaler Schwachsinn )
bin mir aber sehr sicher, wir könnten große Übereinstimmung im
Denken (fest) herstellen.
LG
ulli

23. Sep 2018

Hallo Ulli, danke für Dein Lob! Deine Anregungen sind mir sehr wertvoll. So kann ich nur über meine Theorien berichten. Jeder Kopf, jedes Gehirn tickt anders. So ist für mich denkbar, dass die meisten Menschen eine unstillbare Sehnsucht nach der eigenen Unsterblichkeit haben. Deshalb orientieren sie sich an höhere Wesen - Gott - von denen/dem sie nach dem Tod oder auch im Elend aufgefangen werden. Das bedeutet, in seinem Namen Sinnerfüllung zu erfahren, Trost zu finden, den eigenen Wert zu definieren. Nur, dass all die Thesen von menschlichen Hirnen ersonnen wurden, zu welchem Nutzen auch immer.... darüber kann hier, in unserer Freiheit, jeder selbst entscheiden.
Nochmals danke für Dein Interesse an dem Text. Freu!

LG Monika