Wie einfach ist's...

von Monika Laakes
Mitglied

Wie einfach ist's,
Hetze zu entfachen,
wie einfach ist's,
ein Flammenmeer zu schaffen.

Wie einfach ist's,
durch Hass Einigkeit zu spalten,
wie einfach ist's,
Herzenskälte zu entfalten.

Wie einfach ist's,
im Hintergrund düster zu agieren,
wie einfach ist's,
die Menschen für sich zu aktivieren.

Wie einfach ist's,
geschärften Samen auszustreuen,
wie einfach ist's,
sich an Tod und Teufel zu erfreuen.

Lauthals grölt
die menschliche Natur,
denn jeder lechzt
nach gutem Leben,
doch wenigen
gelingt die Tour,
so wird es immer
Spannung geben.
Da hilft nur Bildung,
die erzeugt Wissen,
um die richt'ge Rezeptur.

Drum prüfe alle
laut gebrüllten Thesen,
nach dem Gehalt
an Wahrheit, auch
Einflüsterungen
stell infrage, denn
all die Kopfgeburten
liefern uns nur
menschliche Wesen.

Kleb nicht rechts,
kleb nicht links,
sei FREI
und nutz' Deine Chance,
solang sie noch besteht:
>Habe Mut, dich deines
eigenen Verstandes
zu bedienen.<

6sept18
>Zitat von Immanuel Kant<

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Kommentare

06. Sep 2018

Liebe Monika, Bildung und Herzens(!)bildung

Ich denke, es ist unsererzeit so besonders einfach, andere Menschen für (schlechte) Vorhaben zu "rekrutieren" "dank" der elektronischen Kommunikationsmittel. Per sogenannte soziale Netzwerke ( oftmals leider asoziale Netzwerke) ist es sicher leider einfacher, als wenn man Leuten direkt ins Gesicht schaut und man kann sich hier und da hinter Anonymität verstecken.

Ferner, obwohl es vielen materiell gesehen (noch) gut geht, geht.s eben doch nicht "gut" , denn die allgemeine Verunsicherung ist groß. So viele Arbeitsplätze in Gefahr, so viel mulit-kulti ( was trotz vieler positiver Seiten dennoch nicht immer leicht ist), so viel geforderte Flexibilität, so vieles was Angst macht. Gerade viele junge Menschen sind total verunsichert, ob sie überhaupt noch "gebruacht" werden auf dem Arbeitsmart, ob ihre Talete überhaupt erkannt und geschätzt werden.. überall Verunsicherung. Und wo nichts stabil ist, findet auf dem Nährboden der Angst der Hass leichten Halt..

Gutes Gedicht!
LG
Anouk

06. Sep 2018

Du hast den Text gelungen interpretiert, liebe Anouk. Vielen Dank.

LG Monika

06. Sep 2018

Wenn die Gröler wiederkommen,
wird uns jedes Recht genommen.
Was Monika hier sagen will:
Seid misstrauisch und grölt nicht mit,
bleibt lieber still.
Das gute Leben ... es soll immer besser werden,
denn selten ist der Mensch zufrieden hier auf Erden.

Danke für das sehr gute Gedicht, liebe Monika.
Ich hauche Grüße zu Dir
und zu Khalessi, dem kleinen Hundetier,

Annelie

07. Sep 2018

Liebe Annelie,
Dein 'Gröler-Gedicht
die Wahrheit spricht.
Es zeichnet eine kluge Sicht.
>Grölt nicht mit<, habt Zuversicht.
Ein herzliches Dankeschön
für Dein Lob und Dein Gedicht.

Viel Freude am Wochenende
wünscht Monika mit Khalessi

06. Sep 2018

Sehr richtig und gut, da bin ich ganz bei Dir, liebe Monika, vor allem, was die BILDUNGSCHANCEN betrifft - und zwar für alle, unabhängig von Herkunft, das wäre der SCHLÜSSEL überhaupt, aber ich befürchte, diese Theam bleibt auch in dieser Legislaturperiode wieder einmal im Versprechen stecken ...

liebe Grüße zu Dir - Marie

07. Sep 2018

Ja, mit Deinem aussagestarken Kommentar stimme ich voll überein, liebe Marie. Bildungschancen für alle als Schlüssel für eine gute Zukunft zu sehen (wünschen), noch ein Traum? Möge er sich erfüllen...

Zu Dir liebe Grüße ins Wochenende,
Monika

06. Sep 2018

Bildung, ja auf jeden Fall, und wieder einmal der Versuch alles umzustülpen G9 G8 G9 - letztendlich bleibt das eigentliche Problem unberührt, nämlich was in den Schulen und Klassen selbst geschieht - dazu auch ein interessanter Artikel in der FAZ von einem desillusionierten Lehrer: das ständige Umstricken von Curricula, der ganze Organisations- und Verwaltungskram, mancher Aspekt der sogenannten Standardisierung eingeschlossen - wo bleiben da Lehrer und Schüler und Bildung - Bildungschancen - Aufklärung - so wichtig wie eindringlich gut hier beschrieben - und gerade das ist für mich am Wichtigsten: Nämlich alle (!!) Kinder und Jugendlichen in ihrer eigenen Art zum kritischen Denken bei gleichzeitigem Wissen um soziale Verantwortung und zum Position-beziehen zu erziehen...

LG Yvonne

07. Sep 2018

Ach, liebe Yvonne, da stichst Du in ein Wespennest. Herjemine, wie soll unser Schulsystem gesunden, unter den Zuständen, die Du in Deinem Kommentar so eindringlich beschreibst. Dafür danke ich sehr.

Liebe Grüße in Dein Wochenende,
Monika

07. Sep 2018

Bin Teil des Wespennests - auf ganz verschied'nen Seiten... Gleichfalls LG in ein schönes Herbstwochenende - Yvonne

09. Sep 2018

Ich frage nicht mehr, was aus uns geworden ist, ich frage mich nur, was aus uns noch wird?

Liebe Grüße
Soléa

10. Sep 2018

Liebe Solea,
Dein Kommentar berührt mich sehr, denn alle Bemühungen, die Realität zu 'beschreiben', enden in der Kant'schen Frage "Was ist der Mensch"? Wohin führt der extreme Versuch, durch Sprache zu befrieden? Lassen sich auf diese Weise radikale Strömungen einfangen? Oder bildet sich ein Gegenpol noch kraftvoller aus? Ach Solea, danke für Deinen nachdenklichen Kommentar. >Da steh ich nun, ich armer Tor, und bin so klug als wie zuvor!< Wie gerne denke ich in solchen Momenten an 'kluge alte Männer'.

Liebe Grüße
Monika

02. Okt 2018

Hihiii mit tausend i kriegst du aber nicht hin -
ohne deutlich negativ zu wirken!

Liibi Grißi in Miniki vin Iwi!

PS:
Oh, ein unbeabsichtigt entstandenes Kurzwort davon gefällt mir natürlich :-)))